> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Kurt Tucholsky: Zwischen den Schlachten (140)

2016-03-16

Gedichte von Kurt Tucholsky: Zwischen den Schlachten (140)



 Zwischen den Schlachten

 Leidige Politika!
Clementine, süßer Fetzen!
Laß mich mich an dir ergetzen –
bin so wild, seit ich dich sah,
Venus Amathusia!

Mädchen mit dem kleinen Ohr,
mit den maßvoll fetten Beinen,
sieh vor Lust mich leise weinen,
ein verliebter heißer Tor . . .
Hogarth nennt dies Bild: Before.

Aber eine Nacht darauf?
Schweigt dein Troubadour und schlaft er?
Hogarth nennt dies Bildchen: After.
Sieh, das ist der Welten Lauf –
hebst du die Gefühle auf?

Bald bin ich dir wieder nah.
Schau, ich kann nur manchmal lügen.
Du tusts stets in vollen Zügen.
Laß dir nur an mir genügen
zwischen Noske, Kahl und Spa –

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