> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Wilhelm Müller: November (34)

2016-04-24

Gedichte von Wilhelm Müller: November (34)



November

Zu rechter Zeit hab' ich dir's angesehen,
Daß du, auf Tanz und Jagd und Becherklingen,
Verlangen fühlst nach würdigeren Dingen,
Womit ich gleich dir kann zu Diensten stehen.

Durch Leipzigs volle Laden ging ich spähen,
Was uns die deutschen Pressen Neues bringen:
Die Bogen, die noch auf den Seilen hingen,
Sie mußten ungetrocknet mit mir gehen.

Sparöfen kauft' ich auch und Sorgenstühle,
Kaffee und Knaster von der besten Sorte,
Und lange runde Bernsteinpfeifenspitzen.

Entreiß' dich, Freund, dem eitlen Weltgewühle:
Ich führe zu der Weisheit heil'gen Pforte
Die Jünger, ohne sehr sie zu erhitzen.

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