> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von A.W.Schlegel: An die Königin (4)

2016-06-06

Gedichte von A.W.Schlegel: An die Königin (4)



 An die Königin

Am 10. März 1803.

Von Friederike Unzelmann überreicht.

Die Blumen sind die Kinder in den Reichen
Der lieblichen Natur: sie dürfen kommen,
Am hohen Thron selbst freundlich aufgenommen;
Drum wag' ich heut, Dir diese darzureichen.

Lies Huldigung in diesen zarten Zeichen:
Wie Flüstern der Gefühle sei's vernommen,
Wie sie für Dich in Farb' und Duft entglommen,
Wenn sie vor Deiner Schönheit nicht erbleichen.

Der Tag muß stets des Frühlings Zierden bringen,
Der Dich zuerst geführt in's holde Leben,
Die Königin der Anmuth und der Sitten.

O möchte, wenn Dich alle Künst' umringen,
In der, die mich Thalia lehrt, mein Streben
Oft Blumen Dir erziehn in Winters Mitten!


alle Gedichte von Schlegel                                                                                                           weiter

             alle Gedichte nach Autoren

Keine Kommentare: