> Gedichte und Zitate für alle: Albert Werfer: Weihnachtslieder-3 (39)

2017-08-15

Albert Werfer: Weihnachtslieder-3 (39)



3.

O wundervolle, heilge Nacht,
Was Du der armen Welt gebracht,
Es sagts kein Wort, es klingts kein Lied,
Es fühls kein Herz, so sehr' s es auch glüht.

All Gold tief in der Erde Schacht,
Der Edelsteine glühn'de Pracht,
Die Perlen kostbar, licht und bunt,
So man find't in des Meeres Grund:

Sind alle zu vergleichen nicht
Mit dieser Wundergaben Licht,
Mit diesen Weihnachtsfreuden süß
Her aus des Himmels Paradies.

Vor Allen freut Ihr Kinder Euch
Ob dieser Wundergaben reich,
Die heimlich Euch in dieser Nacht
Das liebe Jesuskind gebracht.

Schaut in die Krippe fromm hinein,
Dort liegts gehüllt in Windeln ein,
Es zwingt Euch lächelnd zu sich hin,
Auf, eilet, eilet zu ihm hin!

Lasst, Eltern, heut das Sorgen sein
Um Eure Kinder schwach und klein,
Denkt, dass der Hirt geboren ward,
Der sie wie Schäflein schützt und wahrt.

Ihr Armen, fraget heute nicht,
Wer ist's, der uns das Brot wohl bricht,
Ward uns nicht heute Der beschert,
Der auf dem Dach den Sperling nährt?

Ihr Sünder, wischt die Tränen hell
Aus Euren Augen heute schnell,
Der Heiland ist ja kommen an,
Der heilen und vergeben kann.

Ihr Kön' ge, steiget von dem Thron,
Liegt heute ab die gold'ne Kron,
Und betet fromm den König an,
Der Euch den Purpur umgethan.

Ihr Kranke, lasset bringen all'
Euch hin zu Bethlems Wunderstall,
Ihr Greise, geht am Stab gebückt
Zum Kind, das in der Krippe liegt.

Ja Jeder, wer es immer Ist-
Er kommt herbei zu dieser Frist,
Und hole sich ein Angebind
Heut bei dem lieben Jesuskind.

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