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2017-08-16

Einsame Feier (9)



Einsame Feier

Ich sah den grünen Baum der Nacht,
Hoch wölbt er sich ins Firmament,
Hoch wölbt er sich ins Firmament,
Und seine Äste rauschten sacht,
Ein Feierabendlied ohn’ End’,
Die Sterne waren aufgewacht
Die Sterne waren aufgewacht
Und rings verdunkelt das Geländ’.

Auf grossen Flügeln rauschte mir
Ein Segen in die wunde Brust,
Ein Segen in die wunde Brust.
Und träumend schweift’ ich, wie das Tier,
Der Erde Duft war tiefste Lust,
Voll Regen dampfte das Revier,
Voll Regen dampfte das Revier,
Und Ewiges ward mir bewusst.

Und steigend in der Stunden Chor
Umfing mich eine dunkle Bahn,
Umfing mich eine dunkle Bahn,
Einsamer war ich denn zuvor,
Mit Ruhe war mein Leib umtan,
Geschlossen stand der Sehnsucht Tor,
Geschlossen stand der Sehnsucht Tor,
Dem Schweigen ward ich untertan.

    Und alle Berge schritt ich her
Und segnete als wie im Traum
Und segnete als wie im Traum
Die Felder all, von Regen schwer,
Ich stand an jedem Wiesensaum
Und heiligte sein Dämmermeer
Und heiligte sein Dämmermeer
Und kniete unter jedem Baum.

Die Höhen lagen dort so gross,
Ein nächtig Beten der Natur
Ein nächtig Beten der Natur
Nahm mich in seinen tiefen Schoss,
Durch Ernten bückt’ sich jede Spur,
Kornfelder rauschten mir ein Los
Kornfelder rauschten mir ein Los

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