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2017-08-27

Gedicht: Morgenlied eines iungen Wanderers (10)



Morgenlied eines iungen Wanderers

Gott walt'! Und nun zum Wanderstab;
Die Morgenröte lacht!
Fort, über Anger, Wald und Flur,
Der Faule schnarcht und schlummert nur,
Wenn Hahn und Lerche wacht.

Zwar kömmt die Reise sauer an,
Und Brot und Geld gebricht;
Doch Mut zur Wandrung kömmt von Gott
Von milden Menschen Geld und Brot,
Drum acht' ich alles nicht.

Vielleicht schliest in der nächsten Stadt
Die harte Reise sich;
Dann schwinge ich Pack und Wanderstab,
Vom müden, trägen Rücken ab
Und freu' des Weges mich.

Sind wenig Jahre dann herum,
Eil' ich ins Vaterland.
Da harren brave Aeltern mein,
Und heißen mich willkommen seyn
Mit zärtlich warmer Hand.

Und wie wird erst mein Mädel sich
Dann ihres Trauten freu' n!
O flög ich schon an ihrer Brust,
Des Himmels wundervolle Lust,

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