> Gedichte und Zitate für alle: Grau und fahl (9)

2017-08-26

Grau und fahl (9)



Grau und fahl

Grau und fahl,
Nebel steigen, Nebel sinken
Ueber'm Thal,
Auf den Zweigen webt ein Blinken
Noch vom letzten Sonnenstrahl.

Nur aus Schmerz
Ist gewoben unser Lieben:
Himmelwärts
Bald gehoben, sturmgetrieben
Bald zur Tiefe bebt das Herz.

Kurzes Glück
Ist beschieden nur uns Beiden,
Und zurück
Ohne Frieden blickt beim Scheiden
Auf's Verlorne unser Blick.

Ave Klang,
Friede bringend, tönt das stille
Thal entlang;
Und, durchdringend seine Hülle,
Schwebt der Mond am Bergeshang.

Armes Herz!
Tröst' hienieden hier im Bilde
Deinen Schmerz:
Licht und Frieden lacht auch milde
Einst noch dir,-blick himmelwärts!

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