> Gedichte und Zitate für alle: Waldeinsamkeit (35)

2017-08-15

Waldeinsamkeit (35)



       Waldeinsamkeit

Hier zwischen diesen rauen Felsen,
Umhängt von Tannen schwarz und wild,
Wo aus den Moos-bewachs'nen Steinen
Kaum hörbar leis das Bächlein quillt:

Wo morgens nur der Vögel Singen
Sanft rings die Waldesstille stört,
Und Abends man nichts als die Glocke
Des Dorfes Ave Leuten hört.

Wo schnell und schüchtern nur zuweilen
Ein gold'ner Strahl im Dunkel glüht,
Und wo das Auge ob den Wipfeln
Einsame Wolken ziehen sieht:

Hier zwischen diesen Felsenwänden,
Wo es so schattig, still und kühl-
Hier möcht' ich wohnen nach der Weise
Der Väter, fern von Weltgewühl.

Hier ist ein Ort, so recht zum Beten,
Zu klagen Gott sein Weh und Leid'
O ahnungsreiche, tiefe Stille,

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