> Gedichte und Zitate für alle: Werfer: Herbstes Klage (21)

2017-08-14

Werfer: Herbstes Klage (21)



Herbstes Klage

Die Rosen und Lilien welken
O weh, oh weh, oh weh,
Es fährt mit Sausen und Brausen
Herbstwind her über den See.

Er färbt die grünenden Blätter
Auf den Bäumen gelb und roth,
Und macht die Vöglein im Walde
Auf einmal so stumm und tot.

Sie sammeln sich auf der Heide,
Und ziehen davon, davon,
Und auf den Bergen verstummet
Des Alphorns Ton.

Es blitzt und schimmert die Sichel
Raublustig durchs Ackerfeld;
Ade ihr goldnen Ähren,
Ade die schöne Welt!

O könnte ich schlafen und träumen,
Bis Winter und Schneesturm vorbei!
Dann sollte mich erst wieder wecken

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