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2017-08-26

Wir geh'n allein auf stillen Bergespfade (17)



Wir geh'n allein auf stillen Bergespfade

Wir geh'n allein auf stillen Bergespfade,
Das Kreuzesbild dort blickt schweigend auf uns nieder,
Das Bild der ew'gen Liebe und der Gnade.

Des Waldstroms Rauschen tönt vom Thale wieder,
Die Bergeskette glüht im Abendglanze,
Der Vogel senkt zum Schlummer sein Gefieder.

Dein Aug' ruht sinnend bald auf Strauch und Pflanze,
Bald auf dem See, dem stillen, spiegelreinen,
Bald auf der Berge grünen Fichtenkranze.

Du suchst den Ausdruck, doch Du findest keinen
Für das Gefühl, das Dir im Herzen lebet,-
Nur schweigend blüht Dein Antlitz an dem meinen.

Wie Strauch und Pflanze blüh'nd gen Himmel strebet,
Zu blüthenreich empor strebt unser Lieben;
Wie rein der See sein still Geheimniß webet,

So rein und still ist unser Bund geblieben;
Wie ewig grün den Berg die Fichte schmücket,
So schmückt auch uns mit ewig grünen Trieben
Der treue Kranz, beglückend und beglücket.

Ende

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