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2017-11-09

Achatgenese- Achatentstehung











Achatgenese

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigng von B.Gutschera

Ihren Namen haben die Achate nach dem Fluß Achates in Sizillien erhalten. Seit etwa 200 Jahren beschäftigt die Mineralogen das Problem der Achatgenese und zahlreiche Theorien sind entstanden. Heute steht eine Theorie im Vordergrund die von M.Landmesser entwickelt wurde.

Baumgartental
Baumgartental


Achat entsteht in Gesteinshohlräumen vulkanischer Gesteine. Die Hohlräume entstanden aus Gas, das in der ausströmenden Lava enthalten war und nicht mehr an die Oberfläche entweichen konnte, so das sich Hohlräume in der erkaltenden Gesteinsschmelze bildete. Diese Hohlräume wurden in einem späteren Prozess mit Mineralen ausgefüllt. (aus Thüringen sind mir bekannt: Achat, Baryt, Calcit, Chlorit, Fluorit, Hämatit, Quarz und Varitäten, Tonminerale) Weitere Möglichkeiten der Achatbildung besteht in der Auffüllung von Gängen und Klüften als auch in Hohlräumen von Sedimenten.



Seebachfelsen
Nesselgrund













Landmesser nimmt an, das im Gestein, neben den großen Hohlräumen auch ein Netz von Haarissen und feinen Kapillaren vorhanden ist. Ständig mit Wasser gefüllt liefert es durch Akkumulation, Kieselsäure, die durch Diffusion transportiert wird. Nicht der Transport großer Wassermengen sondern der Diffusionsprozess der Monokieselsäure spielt bei dieser Theorie die entscheidende Rolle.

Durch weitere chemische Prozesse entstehen Polykieselsäuren die sich an den Wänden der Hohlräume durch Adhäsion niederschlagen. Da diese Prozesse über lange Zeiträume verlaufen und sich z.B Temperatur, Druck oder Begleitminerale oft verändern führt das zu der charaktereristischen Achatbänderung.

Die lange Zeit diskutierte Infiltrationstheorie setzt den Transport großer Wassermengen im Gestein vorraus und wird daher im allgemeinen nicht mehr anerkannt.

Chemie/Physik

Achat ist eine mikrokristalline Varietät von Chalcedon und besteht aus Siliziumdioxid. (SiO2) Die Nebengemengeteile liegen zwischen 0,01% und 0,5%. (Blankenburg 1988) Die Partikelgröße ist im mikroskopischen bis submikroskopischen Bereich zu finden. Achate bestehen aus mikrokristallinen Quarzfasern deren optische Eigenschaften in der Literatur mit weit voneinander abweichenden Daten beschrieben werden.

Weitere Eigenschaften

Glanz matter Glasglanz bis Wachsglanz, manchmal matter Seidenglanz Spaltbarkeit nicht vorhanden
Bruch muschelig
Dichte 2,429-2,642
Mohshärte 6,5
Wasseraufnahme 0,06%-0,18%
Porosität 0,15-0,45 Wasseraufnahme und Porosität steigen wenn Achate längere Zeit im Wasser verbleiben. Wichtige für die künstliche Färbung von Achaten.
Löslichkeit Leicht löslich in Fluorwasserstoffsäure. Gering in Kalilauge.

Farbe

Seebachfelsen
Rottleberode












Achat ist in seiner reinen Form hellbläulichgrau bis weiß gefärbt. Die beliebten farbigen Achate enthalten geringe Mengen fremder Substanzen. Blankenburg unterscheidet 3 Möglichkeiten die für die Färbung der Achate verantwortlich sind:

- Verfärbungen durch Fremdmineralpartikel
- unterschiedliche Kristallinität der Achatsubstanz
- unterschiedliche Kristallitausbildung

Welche der 3 Möglichkeiten bei der Färbung in welcher Intensität auftritt, hängt von physikalischen-chemischen Bedingungen zum Zeitpunkt der Entstehung des Achates ab. Zwar sind Achate Unikate jedoch gibt es eine Reihe von Gemeinsamkeiten die für eine Fundstelle typisch sind. Spezialisten sind daher in der Lage Einzelstücke einen Fundpunkt zuzuordnen.



Minerale aus meinen Vitrinen-Vitrine1-Thüringen

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