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2017-09-21

A,v,Halem: Der Traum (12)



Der Traum

Wohl mir! Ich wach' und ich bin!
Reger hebt sich die Brust!
Freudig blick' ich zum Himmel auf.

Ist es, ist es ein Traum,
Der mich so glücklich macht?
O entfleuch mir nicht, seliger Traum!-

Ich, so kam es mir vor,
Irrt' am Meere; mein Geist
Forschte dem Unerforschlichen nach.

Und es erscholl mir ein ruf:
„Thor! du grübelst umsonst!
„Eile zu deinen Brüdern und hilf!“

Und ich eilte, durchdrang
Kühn die Wälder; ein Licht
Schwaches Schimmers winkte mir.

Ach! ein Hüttchen verbarg
Unbeschreibliche Noth!-
Und ich konnte der Helfer seyn.

Vater und Mutter und Kind
Sah ich weinen nach Brod;-
Trocknen konnt' ich die Thränen-ich.-

Darum ist mir so wohl;
Reger hebt sich die Brust;
Freudig blick' ich zum Himmel auf.

Wenn ich, dem ewigen Seyn
Neugeboren, erwach'
-Ewiger! sieh die Thräne, die rinnt!-

Wär' auch dann mir so wohl!
Schaut' ich mit Freudigkeit dann

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