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2017-11-07

Baryt im Porträt








Baryt


Baryt
1800 von Karstens erstmalig beschrieben. Griechisch barys=schwer

Baryt bildet sich in hydrothermalen Lösungen oder auch sedimentär. Das Mineral lößt sich langsam in konzentrierter Schwefelsäure auf. Beim erhitzen wird es rissig und zeigt eine gelbgrüne Flammenfärbung. Baryt ist häufig durch andere Minerale bzw.

organische und tonige Substanzen gefärbt. Obwohl das Mineral sehr formenreiche Kristallbildung zeigt, tritt es zumeist in einem tafeligen Habitus auf. Typisch sind grob-bis feinblättrige rosettenartige Aggregate. Kleinere Kristalle sind oft wasserklar/durchsichtig, größere meist milchig weiß.

Den Namen Schwerspat verdankt Baryt seiner großen Dichte von 4,5 g/kubik-cm. Es ist deshalb für ein nichtmetallisches Mineral recht schwer.

Verwendung findet Baryt zur Herstellung von Barium. In der Medizin wird es als Röntgenkontrastmittel genutzt. Ein weiteres Einsatzgebiet in der Medizin ist die Beimischung von Baryt in Beton um die Strahlendurchlässigkeit zu reduzieren. (z.b. Röntgenräume)

Durch die intensive Flammenfärbung ist es in Form von Bariumverbindungen in Feuerwerken zu finden. Die weißen Pigmente des Baryts werden zur Herstellung von Fotopapier genutzt.


Baryt- Fundstellen in Thüringen

Baryt ist in hydrothermalen Gängen weit verbreitet. In Thüringen gibt es zahlreiche Fundstellen für das Mineral und in derber tafeliger Form in großen Mengen zu finden.

Seebachfelsen

In der Nähe des Seebachfelsens existiert eine Fundstelle von Schneekopfkugeln in denen man Baryt finden kann. Der Baryt ist entweder auskristallisiert oder zieht sich leistenförmig durch die Kugel.

Gottlob/Friedrichroda

Am Gottlob und im ungeheuren Grund wird man leicht derben Baryt finden können. Hin und wieder findet man in Drusen blättrigen Baryt. (Gottlob) In der Nähe der Grube Glücksstern findet man eine Halde wo blau und grün gefärbte Baryttafeln gefunden wurden. Ich nehme an das die Verfärbung von Chlorit (grün) und einen Manganmineral (blau) verursacht wird.

Finden konnte ich bisher Baryt der stellenweise durch Chlorit grün gefärbt ist. Ob es sich hierbei um den grünen Baryt handelt den H.Vollstädt in seinen Buch „Mineralfundpunkte in Thüringen“ erwähnt vermag ich nicht zu sagen.

Oberhalb der Marienglashöhle wurde in den 90er Jahren in alten Haldenmaterial nadeliger, rotbrauner Baryt gefunden.Von dieser Fundstelle besitze ich eine größere Stufe von grauen Baryt den ich als stengelig bezeichnen würde. Im Baryt vom ungeheuren Grund findet man häufig derben grünen bzw. blauen Fluorit.

Gräfenroda/Bergmannskopf

An der Fundstelle tritt kristalliner Baryt in tafeligen Aggregaten auf. Er ist dort recht selten zu finden.

Kamsdorf
Atterode










Ruhla
Friedrichroda-Gottlob











Weitere Fundstellen in Thüringen

Gehren
Trusetal/Flußspatgrube Hühn (tafellige Kristalle)
Lobenstein/Hirschberg
Oehrenstocker Revier
Neumühle/Kleinreinsdorf
Elgersburg
Kamsdorf
Reichmannsdorf
Ronneburg
Weitisberga/Henneberg


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