> Gedichte und Zitate für alle: Berg und Thal (5)

2017-09-04

Berg und Thal (5)



Berg und Thal

Aus der Thäler düstern Auen
Locken mich die lichten Höhn',
Näher dort den Mond zu schauen
Und die Sterne hell und schön.
Ha! wie dort im leichten Tanze
Um die Gipfel Wolken zieh'n,
Mit des Abends Rosenglanze
Sanft verschmilzt das matte Grün!

Und bald ist der Fels erklommen;
Auf dem Gipfel steh' ich schon.
Was der Berge Haupt umschwommen,
Ist in blassen Duft entfloh'n.
In des Mondes Zauberschleier
Winkt der grünen Thäler Lust;
Nach der niedern Fluren Feier
Sehnet die beklommne Brust.

Dort, umwebt von schlanken Reben,
Hebt sich meiner Holden Dach…
Ach! mit nie gestilltem Streben
Bleibt die Sehnsucht ewig wach.
Aufwärts blick' ich aus den Gründen,
Niederwärts von Bergeshöh'n;
Nirgends lässt das Glück sich finden;

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