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2017-09-04

Das Schlachtfeld (10)



Das Schlachtfeld

Weiße Abendnebel wallen
Durch das öde Schlachtgefild;
In der Gräber dunklen Hallen
Dröhnt der Helden Schwert und Schild.
Längst zerfiel bei Ungewittern
Ihr Gebein im Panzerstahl
Aber ihrer Schatten zittern
Dämmernd auf im Mondenstrahl.

Einsam weil ich an den Hügeln,
Wo der Tapfern Staub zerfällt;
Wo mit starren Eisenriegeln
Sie der Tod gefangen hält.
Durch die hundertjähr' gen Zweige
Fällt der Sterne blasser Schein,
Schimmert durch das Laub der Eiche
Auf den moosbedeckten Stein.

Und die Winde wehen rauer;
Geister wandeln durchs Gefild.
Mich ergreift mit stillem Schauer
Ihrer Thaten Flammenbild.
In der Waffen düsterm Glanze.
Wallen langsam sie daher,
Blutig blinkt die Todeslanze,
Drohend funkeln Helm und Speer.

Dumpfer Stimmen Schauertöne
Schlagen an mein bebend Ohr;
Grauer Zeiten Heldensöhne
Steigen rings um mich empor.
Wilde Schlachtgesänge singen
Großer Thaten Riesenschwung;
Tief zu meinen Herzen dringen

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