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2017-09-21

Gedicht Halem: Die Weihe des ersten Sohnes (14)



Die Weihe des ersten Sohnes

Unter Rosen trag' ich dich,
Bübchen, neu geboren.
Hier, in milden Sommerlüften,
Rings umweht von Blumendüften
Weihen dich die Horen.

Und der Rosen weihn sie dich,
Bübchen neu geboren.
Wohl dem Günstling, den sie weihten;
Denn zu höhern Seligkeiten
Ist er auserkoren.

Durch die Dornen schlüpfend, wird
Er auf Rosen blicken.
Blümchen, die geheim in Hecken
Ungeweihten sich verstecken,
Werden ihn entzücken.

Furchtlos wandelt er, auch wenn
Lava ihn umglühet.
Schnell vereint mit edeln Schaaren,
Wendet sorgsam er Gefahren,
Wenn der Feige fliehet.

Also wird durch's Leben er
Seine Bahn sich finden.
Stark geführt vom Hochgefühle
Seiner Pflicht, neue wallt er zum Ziele
Wo die Bahnen schwinden.

Unter Rosen trug ich dich,
Bübchen, mir gegeben.
Nimm ihn Weibchen! (Mutter Treue
Kräftiget der Horen Weihe.)

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