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2017-09-05

Kind: Der Mensch und die Biene (15)



Der Mensch und die Biene

„Du gefällst mir, muntre Biene!“-
Sprach der Mensch mit gnäd' ger Miene
Zu der Honigsammlerin-
„Frei sag ich's zu deinem Ruhme:
Ämsig fliegst von Blum' zu Blume
Du zu deines Herrn Gewinn!“

„Nicht das ich dir knechtisch diene,
Samml ich Honig“-sprach die Biene-
„Sondern weil ich Biene bin.
Nimm die Früchte meiner Mühe…
Weil ich reich bin, nimm sie hin;
Doch bescheiden… oder fliehe!
Diesen Stachel gab Natur
Nicht zum Honigsammeln nur!“

„Wie? du wagest Droh' n und Spott? „-
Rief erzürnt der Erdengott-
„Hab' ich dir nicht Schutz gegeben?
Ließ ich dich bis jetzt nicht leben,
Da schon oft in kargen Jahren,
Theure Fütt' rung zu ersparen,
Ich mit blauer Schwefelglut
Ausgerottet Stamm und Brut?“

Stolz, mit kaum besiegtem Grimme
Rief die Bien' mit scharfer Stimme
Im Entfliehen: „Bösewicht!
Wer verlangt von dir Belohnung?
Jeder Baum gewährt mir Wohnung,

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