> Gedichte und Zitate für alle: Lexikon Bergbau, Mineralogie: 1. Abbaumethoden/Bergbau

2017-11-09

Lexikon Bergbau, Mineralogie: 1. Abbaumethoden/Bergbau







1. Abbaumethoden/Bergbau

Die ersten Nachweise für Bergbau in Mitteleuropa werden in das Jahr 2500 vor Christus datiert. Zuvor hatte man die Erze wohl auf der Oberfläche abgesammelt und als die Vorräte erschöpft waren zu graben begonnen.
Aus diesen Anfängen entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte unser moderner Bergbau mit seinen spezifischen Abbaumethoden. Grundsätzlich kann man den Bergbau in Tagebau und Untertagebau einteilen, wobei der Tagebau die früheste Form der Ausbeutung von Bodenschätzen ist.


1.Tagebau

Im Tagebau werden mineralische Rohstoffe oberflächennah abgebaut ohne das Schächte oder Stollen angelegt werden. Besonders geeignet sind Rohstoffe wie Torf, Kies, Braunkohle oder Gesteine die oft oberflächennah lagern. Spezielle Abbauorte im Tagebau sind Sandgruben, Kiesgruben und Steinbrüche.

1.1 Steinbruch

Steinbrüche sind im großen Maßstab aus der Zeit der Pharaonen bekannt die das Gestein für ihre Kolossalbauten benötigten.
Heute wird die Gewinnung von Gesteinen im Tagebau meist durch Sprengung vorgenommen.
Gestein wird heute zur Herstellung von Brechsand, Splitt und Schotter benötigt. Das Material wird in der Bauindustrie benötigt oder findet als Zusatzstoff bei der Zementherstellung Verwendung.
Ein weiteres Anwendungsgebiet von Gesteinen sind die Verwendung als Naturwerkstein. Für diese Anwendung werden insbesondere Marmor, Kalkstein, Sandstein und Granit gebrochen.
Steinbruch in Georgental
















1.2 Kiesgruben

Halden Kiesgrube Erfurt
Im Kiestagebau findet die Förderung von Kiesen und Sanden statt die als Zuschlagsstoffe in der Baustoffindustrie benötigt werden. In der Regel sind Kies-bzw. Sandgruben 50-300 Meter breit und ihre Tiefe kann bis 50m betragen. Größere Anlagen werden Kieswerk genannt.









1.3 Sandgruben

Abbau von Sand im Tagebau zum Zweck der Verwendung im Bauwesen.

Kies-und Sandgruben werden meistens an Endmoränen von Gletschern der Eiszeit oder Flußterassen betrieben.

2. Untertagebau

Friedrichroda
Grube "Gottlob" bei Friedrichroda
Wie bereits erwähnt ist der Untertagebau etwa 3000 Jahre alt und schon im Mittelalter wurden Teufen von über 800m erreicht.
Untertagebau kann in Form von Stollen oder Schächten betrieben werden.

Je nach der Teufe wird der Untertagebau als
tagesnaher Bergbau
oberflächennaher Bergbau (bis 100m)
oder tiefen Bergbau bezeichnet.
Das Verfahren im Untertagebergbau, das zur Anwendung kommt, richtet sich danach ob die Lagerstätte flözartig, gangartig oder massig ist. Weitere wichtige Kriterien sind die Standfestigkeit des Nebengesteins oder die Beschaffenheit des zu gewinnenden Rohstoffes.





Verwandte Themen

Übersicht Geologie 







Keine Kommentare: