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2017-11-07

Mineralienpoträt von Asbest








Asbest

Unter Asbest versteht man ein Sammelbegriff für einige faserige Silikatminerale. Asbest kommt aus dem griechischen und bedeutet unvergänglich, unzerstörbar. Man bezeichnete die Minerale auch als Wunderfaser da sie eine große Festigkeit besitzen und hitze-und säurebeständig sind. Daher wurde Asbest in vielfältigster Weise in der Industrie eingesetzt ohne das zunächst die Gesundheitsgefahren erkannt wurden.

Aktinolith Muckenberg
Detail Asbest

Asbestartige Minerale werden in 2 Gruppen eingeteilt:

Kaolinit-Serpentin-Gruppe mit den Mitgliedern: Klinochrysotil, Orthochrysotil und Parachrysotil.

Amphibol-Gruppe mit den Mitgliedern: Tremolit, Magnesioriebeckit, Grunerit, Ferro-Anthopyllit, Anthopyllit und Aktinolith.

Das Erz wird im Unter-bzw. Übertageminen abgebaut. Hauptförderländer sind N-Amerika, Russland und Südafrika.

Eigenschaften, Geschichte und Verwendung

Asbestminerale sind bis etwa 1000 Grad hitzebständig. Sie wiederstehen vielen schwachen Säuren und anderen Chemikalien. Teilweise sind die Minerale zugfester als Stahldraht. Asbestminerale können sehr gut mit Zement gemischt werden und verroten kaum.

Asbest wird das erste Mal in dritten Jahrhundert vor unser Zeitrechnung erwähnt. In der Antike wird es in der Medizin genutzt. In Europa wird es zum Beginn unserer Zeitrechnung bekannt kann aber nur von sehr vermögenden Menschen genutzt werden.

Ernsthafte Anwendung fanden die Minerale am Beginn des 19.Jh. als aus den Fasern feuerfeste Kleidung für Feuerwehrleute hergestellt wurde. Im laufe der Jahre wurde Asbest sehr vielfältig eingesetzt. Beispiele: Wärmeisolierung, Faserzement, Fassadenverkleidung, Zahnpasta, Knöpfe, Wellplatten usw.

Bereits um 1900 wurde die Asbestose als Krankheit entdeckt und 1943 wurde Lungenkrebs infolge von Asbestbelastung anerkannt. Seit 1979 wurden die ersten Asbestprodukte in Westdeutschland verboten. Seit 2005 sind in der EU Asbestprodukte weitgehend verboten.

Für die Sanierung von asbestverseuchten Gebäuden werden erhebliche finanzielle Mittel eingesetzt. Heute kann durch neue Ersatzstoffe weitgehend auf den Einsatz von Asbest verzichtet werden.

Asbestminerale in Thüringen

In Thüringen ist mir aus eigener Sammeltätigkeit der Steinbruch Muckenberg bei Bad Lobenstein bekannt. Obwohl der Steinbruch seit einigen Jahren nicht mehr in Betrieb ist, lassen sich noch ordentliche Asbeststufen (Aktinolith) finden.

Bekannt ist mir aus der Literatur die Klettingsmühle bei Wurzbach. Zwar ist der Steinbruch seit Jahren nicht mehr in Betrieb, es soll aber lt. Aussage anderer Sammler noch möglich sein, dezimeterlange grobfaserige Asbeststufen zu bergen.




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Zu den Fundstellen



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