> Gedichte und Zitate für alle: Nach der Ferne (28)

2017-09-06

Nach der Ferne (28)



Nach der Ferne

Welle flüstert hin mit Welle,
Träumend blickt der Wandrer nach;
Daß er Herzensgruß bestelle,
Wirft er Blumen in dem Bach.
Nach der Ferne schwebt sein Sinn:
„Möchtet ihr den Strand erreichen!
Meiner Liebe stille Zeichen,
Schwimmt zu fernen Ufern hin!“

Lüfte gaukeln durch die Bäume,
Zephyr spielt im Birkenhang;
Still versengt in rosge Träume 
Weckt der Sänger Saitenklang.
Nach der Ferne schwebt sein Sinn:
„Auf den Lüften sollt ihr schwimmen!
Töne, meiner Liebe Stimmen,
Schwimmt zu fernen Ufern hin!“

In die rasche Fluth der Zeiten 
Werf' ich diesen Liederstraus, 
Sende Töne meiner Saiten
Als der Liebe Boten aus.
Nach der Ferne schwebt mein Sinn:
„Schwimmt, ihr Blumen, ihr Gesänge,
Meines Herzens Wiederklänge,

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