> Gedichte und Zitate für alle: Schranke der Menschheit (21)

2017-09-22

Schranke der Menschheit (21)









Schranke der Menschheit

Das doch nie der Alleslenker
Meiner schwachen Kunst
Mit Götterkraft entgegne!
Dass ich nie ermüde,
Zu den Himmlischen zu flehen!
Das ich nie
Auch mit Worten fehle!

Dann werde mir,
Dann bleibe mir
Das Glück, mit kühnen Hoffnungen
Das lange Leben zu umfahren,
Mit süßer, treuer Zuversicht
Das kranke Herz zu heilen.

O Prometheus,
Du, von ew'gen Qualen nicht Zerquälter,
Der du, nicht die Götter fürchtend,
Eigenwillig stolzer Pfleger
Schwacher Menschen wurdest;
Sie die undankbare Pflege!
Wer von Allen,
Denen du das Licht vom Himmel
Gütig brachtest,
Wer von Allen hilft nun dir?

Menschenhülfe, oh wie eitel!
Nur im Traum, voll Not und Mühe,
Nie des Himmels Ordnung störend,
Kämpft sie himmelan.

Friedrich Ludewig Bouterweck 1766- 1828





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