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2017-11-05

Das Oehrenstocker Manganerzrevier









Das Oehrenstocker Manganerzrevier

Die Manganerze im Oehrenstocker Revier wurden seit dem 18. Jh. im Kleinbergbau gewonnen. Im Oehrenstocker Feld und am Tragberg existieren insgesamt etwa 50 Grubenfelder. Am bekanntesten ist die Luthersteufe deren Zechenhaus am Eingang zum Schortetal zu besichtigen ist.

Haldenzug
Blick auf Ilmenau















Der Hauptgang der Lutherteufe war bis zu 2m mächtig und auf 1000m erzführend. Alle anderen Gänge im Revier wiesen bedeutend weniger Erzgehalte auf so das die Lutherteufe das ertragreichste Grubenfeld war. Die Grubenfelder gehören dem Floßberg-Stechberg Gangsystem an. Siehe auch Fundstelle Gehren.

Oehrenstock
Baryt+Manganmineral
Ohrenstock bei Ilmenau
Baryt


Hauptsächlich wurden im Revier Psilomelan, Pyrolusit, Hausmannit und Braunit abgebaut. Auf vielen Gruben trat reichlich Gangart hinzu, insbesondere Baryt und Calcit.

Das Grubengelände wird heute meist landwirtschaftlich genutzt. Einige Gänge sind überackert worden und Lesesteinfunde kaum noch möglich. Viele Gänge sind jedoch als buschüberwachsene Haldenzüge leicht zu erkennen.

Calcit
Manganerzrevier Oehrenstock
Pyrolusit
















Bis auf wenige Ausnahmen konnte ich an der Fundstelle nur derbe Mineralien finden. Allerdings habe ich keine tiefgründigen Schürfarbeiten ausgeführt. Vollstädt schreibt in seinem Buch " Mineralfundstellen in Thüringen" das viele Halden, insbesondere um die Lutherteufe mehrfach durchsucht wurden und das mit größeren Funden kaum noch zu rechnen ist.

Allerdings habe ich eine Reihe von Halden gesehen die zumindestens viele Jahre nicht mehr besammelt wurden und wo die Fundsituation unklar ist.

Manganmineral

Hin und wieder mache ich an der Fundstelle Stippvisiten und konnte feststellen das dort gesammelt wird.

Ein weiteres bekanntes Fundgebiet liegt bei Elgersburg. Im Jüchnitztal zeugen zahlreiche Pingen und Gänge vom Bergbau im Elgerburger-Arlesberger-Manganerzrevier. Laut Aussagen von Sammlern sollen dort noch überdurchschnittliche Funde von Pyrolusit möglich sein.

Der Stollen „Volle Rose“ ist einer von vielen ehemaligen Förderstollen im Revier und ist etwa 350m lang. Im Schaubergwerk kann man Wissenswertes über die Geschichte und die Zukunft des Bergbaus in der Region. In den Schaustollen wird mit einem Grubenzug eingefahren.

Mit der Schortefeldbahn kann eine Rundfahrt durch das Tal gemacht werden.


Altbergbaugebiet Kamsdorf

Mandelfundstelle Georgenthal

Sedimente in Thüringen

Magmatische Gesteine in Thüringen


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