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2017-11-06

Die Schieferbrüche um Lehesten









Die Schieferbrüche um Lehesten

Seit Jahrhunderten wird in der Gegend um Lehesten Schiefer abgebaut. Die Anfänge reichen bis ins 13 Jh. zurück. Hauptnutzungszweck war die Gewinnung von Dachschiefer und die Gegend um die Bergstadt ist davon geprägt.

Die Gesteine des Thüringer Schiefergebirges wurden während der variszischen Gebirgsbildung geschiefert. Nach der Abtragung des Gebirges und Überflutung im Zechstein wurde das Thüringer Schiefergebirge im Tertiär und in der Kreidezeit angehoben und in der Folgezeit wieder abgetragen. So entstand im Tertiär eine flache Ebene durch die die Kämme der Sättel und Mulden der variszischen Gebirgsbildung freigelegt wurden. Durch eine Kippung nach Norden und eine Hebung des Südteils schnitten sich die Flüsse tiefe Täler. Die heutige Landschaft ist eine von Tälern zerschnittene Hochebene.

Staatsbruch Lehesten
Staatsbruch Lehesten


Die Halden und Schieferbrüche um Lehesten sind unter Sammlern vor allem wegen ihrer Pyritkonkretionen bekannt. (Kieskälber) Diese Ansammlungen liefern mitunter größere Pyritkristalle. Ich konnte bisher Kristalle bis zu einer Kantenlänge von 1 cm finden.

Allerdings ist es schwer Kristalle unbeschädigt aus dem Schiefer zu bergen.(Kieskälber) Das Gestein ist sehr hart und schlagbeständig so das die Kristalle beim aufschlagen meist beschädigt sind.


Pyrit
Pyrit
Schieferbrüche Lehesten
Pyrit















Durch ätzen mit Phosphorsäure soll es möglich sein die Kristalle schonend freizulegen. Da ich derartige Manipulationen nicht vornehme besitze ich keine Erfahrungswerte und habe die Methode nur aus dem mündlichen Bericht von anderen Sammlern erfahren.

Bei weitem nicht so häufig wie Pyrit findet man Sphalerit, den ich in 1-3mm rotbraunen Kristallen auf dem Außenflächen von Schieferblöcken fand. Die gelbe Varietät Honigblende scheint mir nicht allzu häufig vorzukommen.

Spahlerit
Malachit/Spahlerit
Sphalerit als Honigblende


Seltener findet man Malchit (?). Hier tragen meine bisherigen Funde nur Belegcharakter.

Neben den erwähnten Mineralen findet man recht häufig Chalkopyrit und Quarz. Letzterer findet sich in größerer Drusen in gut ausgebildeten Kristallen. Aragonit ist nicht so häufig in größeren Aggregaten auf den Außenflächen von Schieferblöcken zu finden. Das sonst häufige Mineral Calcit habe ich bisher nur 2x finden können.

Quarz
Lehesten Schieferbrüche
Pyrit
Pyrit
Quarz
















Nach 3 Besuchen der Gegend um Lehesten habe ich erst einmal die am häufigsten zu vorkommenden Minerale gefunden.

Zuletzt ein Fund eines bläulich weißen Minerals. Die Härte beträgt 2-3, das Mineral reagiert nicht mit Salzsäure und ist nicht wasserlöslich. Handelt es sich, wie einige Sammler annehmen um Allophan? Vielleicht kann ein Lokalsammler genaue Auskunft geben.











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