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2017-11-14

Die verschiedenen Arten der Verwitterung (L)








Verwitterung

Ist die äußere Zerstörung von Gestein durch chemische, biologische und physikalische Kräfte. Solche Kräfte können z.b Wind, Eis, Wasser oder Temperaturveränderungen sein. Bleiben die Minerale erhalten spricht man von physikalischer Verwitterung. Werden Minerale neu bzw. umgebildet spricht man von chemischer Verwitterung.

Verwitterung wird entsprechend ihrer Ursachen eingeteilt:

1. Physikalische Verwitterung

Beinhaltet mehrere physikalische Prozesse die hartes massives Gestein zerlegen und deren Größe von Blöcken bis zu feinen Sand oder Schluff reicht. Ursachen für die Verwitterungsproesse sind Wasser ( Flüsse, Wellen, Strömungen) , Wind und Eis. In der Natur sind zumeist mehrere Verwitterungsarten an der Zerstörung eines Gesteins beteiligt.

Frostverwitterung

Durch Frostwechsel und das damit verbundene Wachsen und Schmelzen von Eiskristallen in den Poren von Gesteinen kommt es zu dessen Spaltung.

Frostverwitterung beeinflußt alle Gesteinsarten die in einer Umgebung mit winterlichen Klima lagern.

Salzverwitterung

Ähnlich der Wirkung von Eiskristallen ist das Wachsen von Salzkristallen in Spalten und Poren eines Gesteins. Salzsprengung ist im trockenen Klima weit verbreitet. In Trockenperioden wird Wasser aus dem Gestein an die Oberfläche gezogen. Bei der Verdunstung ds Wassers bleiben Salzkristalle zurück die mit der Zeit den körnigen Zerfall eines Gesteins verursachen können.

Wurzelsprengung

In Spalten und Klüfte hineingewachsene Pflanzenwurzeln sind in der Lage diese Öffnungen zu erweitern. Dadurch kommt es zur Lockerung des Mineralverbandes.

Druckentlastungsverwitterung

Die Verwitterungsart ist mit der physikalischen Verwitterung zumindestens verwandt.
Besonderst Plutonite und metamorphe Gesteine lagern in großer Tiefe und über ihnen befinden sich Gesteinskörper die einen enormen Druck ausüben. Gelangen diese Gesteine im Laufe der Zeit an die Oberfläche dehnen sie sich aus da die überlagernden Gesteinskörper nicht mehr auf sie einwirken. Durch die Ausdehnung brechen Gesteinsteile von der Gesteinmasse ab und bilden so ein Sytem von Spalten.( Exfoliation)

2. Chemische Verwitterung

Unter chemischer Verwitterung werden Prozesse verstanden die zur chemischen Veränderung oder vollständigen Lösung von Mineralen führen. Gesteine und Minerale werden in ihren Eigenschaften verändert. Stoffe an die Umgebung freigesetzt bzw. aus ihr eingebunden.

Kohlesäureverwitterung

Karbonatgesteine sind sehr anfällig für die Wirkung von Regen- und Bodenwasser. Calcit wird gelöst und zerfällt in Ionen von Calcium und Hydrogencarbonat.

Die im Wasser enthaltenen Kohlensäure erzeugt auf der Oberfläche von Kalkstein Muster von Rillen, Furchen und Vertiefungen. Durch die Einwirkung von Wasser kommt es zur Wegführung des Carbonatgesteines und zur Bildung von Höhlen und Höhlensystemen im Kalkgestein.

Lösungsverwitterung

Die Verwitterungsart ist insbesondere bei Salz- und Karbonatgesteinen relevant deren Minerale in Lösung gehen oder Kristallwasser aufnehmen. (z.B. Anhydrit zu Gips) Salze können durch in den Boden einsickerndes Wasser gelöst werden und es bilden sich Hohlräume.

3. Chemisch-biogene Verwitterung

Es sind Mikroorganismen beteiligt sowie Pflanzen und Tiere. Organische Säuren die durch Pflanzen abgegeben werden können das Kristallgitter von Mineralen angreifen und ein Gestein auflösen. Humus und tierische Reste bilden Säuren die gesteinszerstörend sein können.

Durch Bakterien kann es zur Erhöhung des Kohlesäuregehaltes im Boden kommen und Lösungsvorgänge beschleunigt werden.


Kornform

Korngröße

Kraton


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