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2017-10-12

Friedrichroda/Ungeheurer Grund







3. Friedrichroda/Ungeheurer Grund

In Friedrichroda verlaufen entlang der thüringischen Gebirgsrandstörung mehrere Eisen und Manganerzgänge. Die Gänge ziehen sich vom ungeheuren Grund im NW bis zum Gottlob im Süden. Die bekanntesten Erzgänge von Friedrichroda sind der Sperrweger Gang und der Wolfsstieger Gang mit 550 bzw. 700 Metern Länge.

Alten Dokumenten zufolge waren die Gänge bis über 10m mächtig, doch überwog der Nebengesteinsanteil bei weitem.

Schwerspat und Calcit seltener auch Flußspat und Quarz kommen als Gangart vor. Rotliegend Konglomerate bilden das Nebengestein dieser Gänge.

Der ungeheure Grund ist ein kleines Tal in der Nähe der Marienglashöhle. Rechts und links des Weges befinden sich die alten Halden. Mit relativ wenig Aufwand findet man hier, grünen und blauen Fluorit der wohl nur in derben Aggregaten zu finden ist.

Da ich für über diesen Fundpunkt keine Mineralienliste verfüge sind nur die Mineralien aufgeführt die ich bisher dort finden konnte. Die Stufen die ich von dort besitze enthalten fast ausschließlich derbe Minerale.

Friedrichroda- Ungeheurer Grund
Fluorit

Thüringen
Fluorit

Ungeheurer Grund
Fluorit

Hämatit

Marienglashöhle in Friedrichroda

Die Höhle wurde 1784 beim Gipsabbau entdeckt. Durch Auslaugung war ein großer Hohlraum entstanden der vollständig mit Gipskristallen ausgefüllt war und deshalb den Namen „Kristallgrotte“ erhielt. Nur kurz nach der Entdeckung begann man mit dem Abbau der Kristalle. Da Gips nur eine Mohshärte von 2 besitzt, durchsichtig ist und gut reflektiert war der Hauptabnehmer der Kristalle, Kirchen und Klöster, die das Mineral zur Verzierung von Kronleuchter, Altären und Gemälde benutzte. Seine Benutzung als Glasersatz auf Gemälden gab dem Gips seinen Namen.

Bis 1848 wurde der Abbau der Gipskristalle fortgesetzt und dann verboten aber dennoch fortgesetzt. Da die Besucherzahl ständig stieg leuchtete man die Höhle Sonntags mit Kerzen aus. In den folgenden Jahren erhöhte sich die Besucherzahl ständig und es wurden Bergleute eingestellt die als Führer tätig waren.

1903 wurde das Bergwerk endgültig geschlossen und als Schauanlage eröffnet. Durch die 2 Weltkriege kam es zur Schließung der Anlage die nach Sanierungsarbeiten 1968 wieder eröffnet wurde.

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