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2017-11-11

Geologie: Kornform und Korngröße








Kornform und Korngröße

Kornform

Die Kornform ist ein wichtiges Merkmal des Gefüges eines Gesteins. Oft gebrauchte Begriffe um eine Kornform zu beschreiben sind eckig, gerundet, ellipsoid, kugelig und isometrisch. (in alle 3 Raumrichtungen etwa gleich erstreckt)

Die ISO 14688 beschäftigt sich u.a. mit der Kornform und definiert den Begriff neu. Die DIN 4022 verlor im Januar 2007 ihre Gültigkeit..

Die nachfolgende Klassifizierung lässt sich lt. ISO 14688 für Kies und gröbere Böden anwenden.

Rundung

scharfkantig
kantig
angerundet
gut gerundet


Form

kubisch
flach (plattig)
länglich (stängelig)

Oberfläche

rau
glatt

Korngröße

Die Korngröße ist wie die Kornform ein wichtiges Merkmal um das Gefüge eines Gesteins zu beschreiben. Sie bestimmt die mesoskopische () und mikroskopische Erscheinung eines Gesteins.

Korngrößen werden im Dünn-und Anschliff berechnet.
Bei klastischen Sedimenten bestimmt die Korngröße welcher Gruppe (Psammite, Phelite, Psephite) ein Gestein angehört.

Absolute Korngröße

Mit Hilfe des Auges (makrokristallin) und des Mikroskopes (mikrokristallin) lassen sich Korngrößen abschätzen. Unter dem Mikroskop nicht mehr erkennbare Körner werden als kryptokristallin bezeichnet.

Als grob-bis riesenkörnig werden Korngrößen von 5 bis 30 mm bezeichnet. ( Kiese) Korngrößen zwischen 1 und 5 mm nennt man mittelkörnig und sie stellen einen Übergang von Kiesgesteinen zu Sandgesteinen dar. Korngrößen unter 1 mm ist für mittelfeinen Sandstein kennzeichnend.

Relative Korngröße

Bei der relativen Bestimmung von Korngrößen werden die einzelnen Körner untereinander verglichen. Zeigen die einzelnen Körner nur unwesentliche Größenunterschiede spricht man von einen gleichförmigen Gefüge.

Sandstein

Ungleichförmige Gefüge sind dagegen sehr unterschiedlich ausgebildet. In einer feinkörnigen Masse (oftmals kryptokristallin) sind größere Kristalle eingebettet. (porphyrisches Gefüge)

Korngrößenanalyse

Sehr große Partikel können mit der Hand vermessen werden.
Sedimente werden per Siebanalyse gemessen. Bei dieser Methode werden immer engmascherige Siebe benutzt durch die das zu bestimmende Material gerüttelt wird. Entsprechend der Größe der Körner werden so immer feinere Partikel gewonnen.
Bei einer Größe unter 10 Mikrometer kommen andere Methoden zum Einsatz. So wird z.b. durch die Streuung von Laserlicht an den Partikeln, die entsprechend der Größe unterschiedlich ist, gearbeitet.
Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten der Korngrößenanalyse. (z.b. Schlämmanalyse, Auswaschversuch uswe)

Korngrößenverteilung

Mit den bei der Korngrößenanalyse ermittelten Daten können Diagramme erstellt werden die Aussagen über die Häufigkeitsverteilung der Partikel sowie ihrer Größe getroffen werden. Wichtig sind diese Parameter in einer Reihe von Anwendungen in der Produktion.(z.b. Herstellung von Kiesen und Sand für die Baustoffindustrie)


In der Sedimentologie und Bodenkunde können mit der Korngrößenverteilung Aussagen über Eigenschaften von Böden und Sedimenten getroffen werden.




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