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2017-11-10

Geologie-Mineralogie : Gang, Gangnetz (L)



Gang

Ist die Ausfüllung einer Spalte mit Mineralien oder Gesteinen. In den Mineralgängen werden Mineralien aus wässrigen Lösungen auskristallisiert während in Gesteinsgängen magmatische Schmelzen eingedrungen und erkaltet sind.

Die meisten Gänge sind plattenförmige Körper von größerer Längsausdehnung als Breitenausdehnung. Als Adern werden oft kleine Gänge bezeichnet die nur eine geringe Mächtigkeit besitzen.

Nebengestein ist das Gestein in dem ein Gang auftritt. Unter Streichen wird die Richtung verstanden die der Gang auf der Erdoberfläche nimmt und die Neigung des Ganges in die Tiefe nennt man Fallen.

Geologie
streichen und fallen

Anhand des Fallwinkels unterscheidet man:

schwebend: 0-15Grad
flach fallend: 15-45 Grad
tonnlägig: 45-75 Grad
steil oder senkrecht: 75-90 Grad

Mehrere parallel verlaufende Gänge sind ein Gangzug. Am Ende eines Ganges wird dieser immer dünner und verschwindet dann völlig. (keilt aus) Spaltet sich ein Gang in mehrere kleine Adern nennt man das Trümer. Sich durchschneidende Gänge sind Gangkreuze und sich gabelförmig voneinander weg bewegende Gänge scheren. (Scherung)

Sich vielfach kreuzende Gänge werden als Gangnetz bezeichnet. Ein Lagergang verläuft parallel zur Schichtung des Gesteins in welches er eingedrungen ist. (konkordant)

Geologie
Lagergang

Gesteinsgänge bestehen in ihrer Mehrzahl aus Magmagestein wie z.b. Granit, Porphyr, Basalt usw.

Mineralgänge sind oft mit Quarz, Baryt, oder Kalkspat gefüllt die sich aus wässrigen Lösungen abgesetzt haben. Sind in diesen Gängen metallhaltige Mineralien enthalten die von wirtschaftlichen Interesse sind spricht man von einem Erzgang.

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