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2017-11-10

Hydrothermale Mineralbildung (L)








Hydrothermale Mineralbildung

Aus pneumatolytische Dämpfen und Restschmelzen entstehen bei einer Temperatur von zwischen 350 bis 400 Grad heiße wässrige Lösungen. Die hydrothermale Mineralbildung ist die letzte Etappe der magmatischen Mineralbildung.
Die heißen Wässer stehen in der Tiefe unter großen Druck und können neben Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff auch geringe Mengen an Schwermetallen oder Kieselsäure bzw. Erdkalimetalle enthalten. Die Wässer entfernen sich von ihrem Ursprungsort (Gesteinsschmelze) und strömen in Gänge und Spalten. Dabei kühlen sie allmählich ab. Fällt die Temperatur fällt auch das Lösungsvermögen der wässrigen Lösung und die enthaltenen Stoffe fangen an auszukristallisieren. Spalten und Klüfte in denen solche Wässer zirkulieren werden so nach und nach mit Mineralsubstanz ausgefüllt.

Spalten und Gänge die so ausgefüllt werden und die mehr oder weniger weit vom der erstarrten Gesteinsschmelze entfernt angetroffen werden nennt man hydrothermale Gänge und wenn sie nutzbare Minerale enthalten hydrothermale Erzgänge.

Granite werden oft von Gangzonen durchzogen die mit hydrothermal entstandenen Mineralen umgeben sind.

In Thüringen ist dort insbesondere der Henneberggranit bei Weitisberga zu nennen.

Solche Gangzonen sind vom Mittelalter bis heute von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Manchmal ist es möglich die hydrothermalen Bildungsphasen vom Rand des Ganges (Salband) bis zur Mitte des Ganges zu verfolgen.


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