> Gedichte und Zitate für alle: Kiesgruben in Thüringen und ihre Ablagerungsfolge

2017-11-04

Kiesgruben in Thüringen und ihre Ablagerungsfolge









Kiesgruben in Thüringen und ihre Entstehung

Die Ablagerungen im Thüringer Becken können in 4 Phasen eingeteilt werden:

Ältere präglaziale Ablagerungen
Jüngere präglaziale Ablagerungen
Ablagerungen der Elstervereisung
Ablagerungen der postelsterglazialen Zeit

Ältere präglaziale Ablagerungen

Ursprünglich wurden diese Ablagerungen ins Pliozän des Tertiärs eingeordnet. Neuaufschlüsse und Bohrungen machten eine Zweigliederung der Sedimentserie notwendig. Die Altersdatierung reicht nun vom obersten Pliozän bis zu einer Kaltzeit nach der

Zersatzgrobschotter-Serie
grobe bis gröbste Ablagerungen

Zersatzkiesfolge
feinkörnige fluviatile Serie

Die Basis der Zersatzgrobschotter von Thüringen entspricht der Untergrenze des Quartärs.

Jüngere präglaziale Ablagerungen

Innerhalb des Thüringer Keuperbeckens, das von nordischen Inlandeis überzogen war sind Schotterablagerungen anzutreffen die kein nord. Gestein enthalten. Sie sind in Höhenlagen und Habitus deutlich von den Sedimenten des Altpleistozän zu unterscheiden. Sie werden als Tonna-Griestedter-Schotter bzw. Gera-Erfurt-Weißensee-Schotter bezeichnet.

Nach neueren Untersuchungen vereinen sich beide Schotterzüge nördlich von Ballstedt.

Die Schotterzüge werden in 2 Schotterkörper gegliedert:

Jüngere Grobschotter

Im Vereisungsgebiet werden diese Schotter von den glaziallimnischen Sedimenten des Elsterglazials überdeckt und sind oftmals mit diesen verzahnt

Ältere Grobschotter

Sie liegen 10-20m höher als die des elsterkaltzeitlichen Verbandes. Im Vereisungsgebiet entweder mit Geschiebemergel überdeckt oder völlig frei von glazialen Sedimenten.

Ablagerungen der Elstervereisung

Ablagerungen des skandinavischen Inlandeises sind in Thüringen nur reliktförmig erhalten geblieben. Der größte Teil verschwand unmittelbar nach dem Eisrückgang durch die erneute Erosion der Flüsse. Die Restbestände findet man in der Gegenwart als isolierte Vorkommen.

Ablagerungen der postelsterglazialen Zeit

Die nach der Elstervereisung entstandenen Ablagerungen sind an dem heutigen Verlauf der Flüsse gebunden. Sie werden als Mittelterassenschotter bezeichnet. Innerhalb des ehemaligen Vereisungsgebietes ist der Geröllbestand durch nordisches Material gekennzeichnet. Petrographisch lassen sich die Verbände gut unterscheiden. (z.B. Anteil an nord.Gestein, Quarz, Quarzite usw.)

Gegliedert werden die Ablagerungen des Vereisungsgebietes in Obere Mittelterasse, Hauptmittelterasse und untere Mittelterasse.


Grafik

(Die Karte ist nicht maßstabsgerecht sondern soll nur die Verteilung der einzelnen Verbreitungsgebiete aufzeigen)
Quelle: Seidel,Peter Geologie von Thüringen





Endmoräne bei Erfurt
Blockbildung (Endmöräne?)
Blockbildung















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