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2017-11-12

Magmatische Differentiation (L)









Magmatische Differentiation

Wenn Magma, ohne die Erdoberfläche zu erreichen, in den oberen Teil der Erdrinde eindringt kühlt sie dort langsam ab. Durch den vorherrschenden Druck, der Temperatur und anderer Komponenten wird das Stammmagma, aufgrund der Veränderungen der chemischen Zusammensetzung, in Teilmagmen aufgespalten. (differenziert) Die Teilmagmen besitzen eine unterschiedliche chemische Zusammensetzung und entsprechend entstehen verschiedenartige magmatische Gesteine.

Frühzeitig auskristallisierte Minerale sinken unter ihrem eigenen spezifischen Gewicht auf den Boden der Magmakammer. Minerale mit niedrigen Schmelzpunkt kristallisieren in der Gas-und wasserreichen Restschmelze.

Unmischbare Komponenten wie sulfidische und oxidische Phasen der Schmelze können sich schon im schmelzflüssigen Zustand trennen. Etwa wie Öl und Wasser.
Die bereits geschilderte Trennung von frühzeitig auskristallisierten Mineralen ist jedoch häufiger. Neben dem spezifischen Gewicht der Minerale, hat die Gravitation Einfluss auf den Prozess der Differentiation. (Gravitationsdifferentiation)

Das Residuum (restliche Teilschmelze) kristallisiert bei weiterer Abkühlung die Komponente mit den jeweils höheren Schmelzpunkt aus, die dann ebenfalls nach unten sinkt. Die Restschmelze verändert bei kontinuierlicher Abkühlung immer wieder ihre chemische Zusammensdetzung da entsprechend ihres Schmelzpunktes Minerale auskristallisiert werden.

Das Konzept der magmatischen Differentiation wurde von N.Bowen entwickelt.




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