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2017-10-01

Magmatische Gesteine-Plutonite und Vulkanite











Magmatische Gesteine

Magmatische Gesteine entstehen aus einer Schmelze (Magma) die aus geschmolzenen Gesteinen besteht. Ohne Bedeutung ist ob das Magma aus dem Erdinnern kommt oder die Schmelze aus ehemaligen vorhandenen Gesteinen stammt. Schmelzen aus ehemalig vorhandenen Gesteinen besitzen chemisch gesehen, die gleiche Zusammensetzung wie das Ursprungsgestein.

Basisch, siliciumarme Zusammensetzung, besitzen Schmelzen aus dem Erdinnern. Kristallisieren diese Schmelzen aus geschieht das in einer gesetzmäßigen Reihenfolge.
Olivin, Pyroxen, Hornblende, Biotit und zuletzt Quarz. 

Die Ausscheidungsreihenfolge der Feldspäte geschieht ebenfalls in einer kontiunierlichen Reihenfolge. Anorthit, Bytownit, Labrodorit, Andesin Oligoklas, Albit und als letztes Kalifeldspat.

Diese Reihenfolge ist nach N.L.Bowen benannt der diese Reaktionsreihe 1928 formulierte und nach der sich für verschiedene Magmatypen Kristillisationsreihen aufstellen lassen.

Wenn die Kristalle in der Schmelze absinken können sich Bereiche von unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung bilden die von basisch (siliciumarm) bis sauer (siliciumreich) reichen. Dieser Prozess wird magmatische Differentation genannt. Grundlegende Arbeiten zur magmatischen Differentation leistete Bowen und eine Reihe anderer Petrologen. Als Ursache der magmatischen Differentation werden u.a. genannt:

-humogenes Magma kann durch sinken der Temperatur in zwei nicht mischbare Magmen zerfallen
-durch Gastransport sind Veränderungen im Magma möglich
-die Schwerkraft beeinflusst die Kristalle
-feste und flüssige Phasen trennen sich

Die Geschwindigkeit mit der die Kristalle in der Schmelze absinken hängt u.a. von der Kristallgröße ab.
A.Rittmann ermittelte die Sinkgeschwindigkeit von Olivin in einem basaltischen Restmagma wie folgt: (Auszug A.Rittmann 1960)

Magmatische Gesteine werden in 2 Hauptgruppen gegliedert. Ergußgesteine (Vulkanite) bzw. Tiefengesteine (Plutonite)

Ergußgesteine (Vulkanite)

Das charakterristische Aussehen der Ergußgesteine verdankt die Gesteinsgruppe der Tatsache, das die Lava an der Erdoberfläche relativ schnell erkaltet. Die Minerale haben somit wenig Zeit zu größeren Kristallen zu wachsen. Daher besitzen Vulkanite zumeist eine sehr feinkörnige Grundmasse in der sich Einsprenglinge befinden die sich schon in der Tiefe gebildet haben und mit der Schmelze nach oben gebracht werden. Eine derartige Gesteinsstruktur wird als porphyrisch bezeichnet. Manchmal regeln sich die Einsprenglinge in die Fließrichtung der Lava ein. Das Gestein besitzt in diesem Fall ein Fließgefüge.

Von Lava spricht man erst dann wenn die Schmelze an die Erdoberfläche tritt. Lava kann in verschiedenen Formen auftreten. So hat Schaumlava viele rundliche Poren die durch austretendes Gas gebildet werden.
Die durch Vulkane herausgeworfenen Gesteinsbruchstücke nennt man vulkanische Bomben oder Lapilli. Bimssteine sind schaumiges vulkanisches Glas das auf Wasser schwimmt. Vulkanische Aschen sind Lockermassen die von Vulkanen ausgeworfen werden und sich ablagern. Geologisch jüngere Rhyolithe enthalten oft Drusen die später mit Mineralien ausgefüllt wurden.

Tiefengesteine (Plutonite)

Wenn die Gesteinsschmelze in der Tiefe erstarrt entstehen Plutonite. Meistens sind Gesteine grobkörniger als Vulkanite da die Schmelze nur langsam abkühlt und die Kristalle Zeit zum wachsen haben. Deswegen kann bei Plutoniten kein Gesteinsglas vorkommen. Es treten aber hin und wieder Plutonite mit porphyrischen Gefüge auf.
Tiefengesteine bilden oft große Intrusionskörper die viele Quadratkilometer Größe erreichen können. Bei der Abkühlung von Tiefengesteinen kommt es zu Spannungen die zu Spalten und Klüften führen können. Diese werden oft in späteren Kristallisationsphasen hydrothermal ausgefüllt.

Tiefengesteine wirken sehr kompakt. Hohlräume sind in der Regel nicht vorhanden. Das Gefüge enthält große Kristalle die mit bloßem Auge erkennbar sind. Eine Gefügerichtung ist nicht erkennbar. (sehr selten kommt eine Fliestruktur vor.) Fossilien sind ausgeschlossen.

Vulkanite

Im Rahmen dieser Ausführungen können nur die wichtigsten Vulkanite in kurzen Porträts behandelt werden.

Andesit

Andesit ist ein junges vulkanisches Gestein das bei Temperaturen von etwa 950-1000 Grad austritt. Plagioklas ist mit mehr als 30% vertreten und als weitere Hauptminerale kommen Amphibol und Pyroxen vor. Nebenminerale sind Biotit, Magnetit, Olivin und Quarz. Im Streckeisendiagramm ist Andesit im Feld 9 und 10 definiert.

Andesit Gefüge

Andesit

Farbe: Grau, schwarz, bräunlich, grünlich.
Benannt ist das Gestein nach den Anden in Südamerika. In Europa kommt es häufig auf Island vor und ist dort das bestimmende Gestein. Weitere Vorkommen in Europa: Finnland, Griechenland, Italien und Ungarn. In Deutschland:Hallesche Mulde, Flechtinger Höhenzug, Thüringen

Verwendung Schotter und Splitt, Selten auch Naturwerkstein

Basalt

Basalt hat seinen Ursprung in unterirdischen und unterseeischen Lavaströmen.

Das Gestein ist meistens dkl.grau bis schwarz mitunter auch bräunlich bis rötlich. Die Grundmasse ist sehr feinkörnig und mit dem bloßen Auge erkennbare Einsprenglinge sind relativ selten, können aber bei einigen Basaltvarietäten häufiger vorkommen.

Basalt

Mineralbestand: 40-70% Mafite (Pyroxene) Olivin und Plagioklas. Der Anorthitgehalt der Plagioklase beträgt über 50%. (Labradorit, Bytownit)

Basalte sind nach ihrer chemischen Zusammensetzung nach äußert variabel und von den zahlreichen Varitäten können nur die bekanntesten erwähnt werden:

Olivinbasalt- deutlicher Gehalt an Olivin, kein Orthopyroxen
Alkalibasalt- mit Olivin und deutlichen Nephelingehalt
Basenit- enge verwandte der Basalte mit hohen Foid-und Olivingehalt.
Tholeiibasalt- Plagioklas, Orthopyroxene und Augit sind die Hauptmineralien.

Basalt ist ein Gestein das sowohl auf dem Grund des Meeres als auch auf dem Festland Vorkommen bildet. Es gehört zu den am meisten verbreitetsten Gesteinen der Erde. Die tiefen Regionen der Ozeane sind nur von einer relativ dünnen Schicht von Sedimenten bedeckt während der Basalt darunter mächtige Decken bildet. Entlang der mittelozeanischen Rückens steigt ständig Lava auf und es bildet sich durch die erkaltende Gesteinsschmelze, neuer Ozeanboden.

Entsprechend seinem marinen Entstehungsort bezeichnet man den Basalt als:

MORB (mid ocean ridge basalt, zwischen Spreizungszonen zweier tektonischer Platten
CMB (continental margin basalt, zwischen einer ozeanischer und einer kontinentaler Platte
IAB (island arc basalt, an Subduktionszonen zwischen zwei ozeanischen Platten
OIB (ocean island basalt, an Hot-Spots innerhalb einer Platte

Die Basalttypen unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung durch verschiedene Entstehungsprozesse.

Neben den marinen Basalten kommt Basalt auch weit verbreitet auf dem Festland vor. Besonders tritt er an Grabenbrüchen auf. Wenn sich die Lava auf die Erdoberfläche ergießt kühlt sie zumeist, wie bei allen Vulkaniten, relativ schnell ab. Kommt es jedoch zu einer verzögerten Abkühlung entstehen die bekannten Basaltsäulen.

Bimsstein

Wenn Lava aus einem Vulkan ausgeschleudert wird, kommt es zur Druckentlastung und Gas entweicht. Dadurch entstehen zahlreiche Poren. Die Poren können ein Volumen von 85% erreichen. Die Bimssteinbildung wird begünstigt wenn die Lava sehr gasreich ist und eine hohen SiO2 aufweißt.

Die Farbe des Gesteins kann hellgrau, gelblich, manchmal rot (selten) sein. Bimsstein ist sehr leichtt und wegen seines großen Porenvolumens schwimmfähig.
Verwendet wird das Gestein als Schleifmittel in der Kosmetik und in der Industrie. In der Bauindustrie verwendet man das Material zur Wärmedämmung.

Tuff

Ist ein pyroklastisches Gestein das aus mehr als 75% vulkanischer Asche besteht. Die Korngröße ist kleiner als 0,2cm. Sind im Gestein zwischen 25-75% Pyroklasten enthalten spricht man von Tuffit. Tuff ist ein verhältnismäßig weiches Gestein und läßt sich gut als Naturwerkstein nutzen. Durch die Gaseinschlüsse besitzt das Gestein eine dämmende Eigenschaft und findet in der Bauindustrie Verwendung. Nicht verwechseln darf man vulkanischen und Kalktuff. Kalk-Tuffe sind chemisch-biogene Sedimente und besitzen eine völlig andere Genese.

Tuff


Dacit

Benannt wird das Gestein nach der ehemaligen römischen Provinz Dacien. (Rumänien) Franz Hauer und Guido Stache verwendeten den Begriff erstmalig 1863 in einer Arbeit zur Geologie von Siebenbürgen.

Dacit besteht aus Quarz und Na-Plagioklas. In geringen Mengen kann Biotit und/oder Hornblende und/oder Pyroxen vorkommen. Definiert wird das Gestein im QAPF-Diagramm Feld 4 und 5. Die Farbe ist hell-bis dkl.grau und rötlich.

Die Grundmasse ist meist mikrokristallin oft glasig bzw.kryptokristallin. Dacit bildet sich durch schnelle Abkühlung von zähen Magma das bei einer Temperastur von 800-1000Grad austritt. Gänge und Intrusionen sind möglich.
Als Akzesserorien kommen vor:

Granat
Cordierit
Olivin
Magnetit, Hämatit, Ilmenit
Zirkon, Titanit, Apatit

Dacite treten relativ häufig auf und sind im Zusammenhang mit tektonischen und natürlich magmatischen Ereignissen zu sehen. In ozeanischenVulkanitserien z.b.in Island. An aktiven Kontinentalrändern z.b. Ecuador und Chile. (Anden)

In Deutschland findet man das Gestein bei Sankt Wendel im Saarland. In Europa:
Griechenland- Nisyros und Thera
Österreich- Steirischer Vulkanbogen
Rumänien- Siebenbürgen u.v.m

Das Gestein wird als Pflastersteine und als Bodenbeläge genutzt.

Dolerit

Ist ein Gestein das zwischen Basalt und Gabbro steht. Es besteht in der Hauptsache aus Plagioklas, Pyroxen und anderen Mineralien. Es tritt in subvulkanischen Intrusionen und in Gängen bzw. in Gangschwärmen auf.

Die Farbe ist schwarz bis dunkelbraun. Das Gestein ist im Streckeisendiagramm im Feld 10 definiert.

Gefüge Dolerit

Dolerit Nesselgrund

Die Hauptgemengeteile sind Olivin, Pyroxen, Klinopyroxen als Einsprenglinge, Plagioklas, Magnetit und Alkalifeldspat. Als Akzessorien treten auf Apatit und Ilmenit sowie exogene Einschlüsse.

In Deutschland findet man das Gestein in den Schiefergebirgen aus dem Devon und Karbon. Hier tritt es zusammen mit Diabasen auf und ist recht häufig.

Am häufigsten kommt es in Afrika und Südamerika vor was mit dem Zerbrechen von Gondwana und dem damit verbundenen Magmaaufstieg zu erklären ist. Das größte zusammenhängende Doleritvorkommen gibt es in Tasmanien. (40000 Quadratkilometer)

Dolerit wird heute im Straßenbau verwendet sowie als Bodenbelag bzw. als Fassadenplatte.

Phonolith

Das Gestein ist im Streckeisendiagramm im Feld 11 definiert. Es ist ein graues bis grünlichgraues Gestein mit einer fein- bis grobkörniger Grundmasse und porphyrischen Gefüge.

Der Name beruht auf der Eigenschaft das das Gestein beim anschlagen klingt und deshalb auch Klingstein genannt wird.

Hauptbestandteile sind Sanidin, Foide und in geringen Anteilen Plagioklas. Von den Foidmineralien kommt am häufigsten Nephelin vor. Es können auch Leucit, Sodalith und Haüyn und seltenere Foidmineralien vorkommen. Als mafische Mineralien: Ägirin, Alkaliamphibole, Olivin, Melanit und Biotit.
Nebengemengeteile können sein: Titanit, Apatit seltener Zirkon, Magnetit und Perowskit.

Phonolith ist ein häufig vorkommendes Ergußgestein und tritt weltweit auf. Es kommt zusammen mit Tephrit, Karbonatit und Melilithit auf. Das phonolithische Magma wird durch Vulkane oftmals explosionsartig an die Erdoberfläche gebracht und bildet dort Ablagerungen. Obenflächennnah erstarrt es auch in Gängen und Intrusionen.

In Deutschland findet man Phonolith in der Eifel, im Kaiserstuhl und im Hegau.

Phonolith wird als Naturmauerstein oder als Schottermaterial verwendet. Da sie leicht zu formen und zu sägen sind werden sie gern auch für Bildhauerarbeiten eingesetzt.
Desweiteren wird es als Zuschlagsstoff für die Zement- und Betonherstellung verwendet.

Tephrit

Tephrit besteht aus Plagioklas, Klinopyroxenen und Feldspatvertretern (Nephelin, Leucit), Amphibolen und untergeordnet Alkalifeldspat. Es sind rotbraune bis schwarzgraue Gesteine von feinkristallinen bis porphyrischen Gefüge. Olivin kommt nicht oder bis zu einen Anteil <20% vor. Tephrite sind mit den Basalten verwandt mit denen sie zusammen auftreten können. Einsprenglinge sind zumeist selten das Gestein ist jedoch oftmals recht porig. In den Poren findet man häufig Zeolithminerale.

Das Gestein wurde 1816 durch einen französischen Geologen beschrieben der Vulkangesteine untersuchte. Tephrit wird im QAPF-Diagramm im Feld 14 definiert.

Latit

Hauptbestandteile des Gesteins sind Plagioklas, Sanidin und Pyroxene. Es enthält außerdem Augit, Hornblende und Biotit.
Die Grundmasse ist feinkörnig und als Einsprenglinge können Plagioklas, Sanidin und Pyroxen vorkommen. Latit ist verwandt mit Andesit jedoch ist der Gehalt an Kalifeldspat und Biotit höher.

Latit wurde 1898 durch den amerikanischen Geologen F.L.Ransome erstmalig beschrieben.

Rhyolith

Rhyolith wurde 1860 erstmalig durch Baron Ferdinand von Richthofen wissentschaftlich beschrieben. Es ist ein sehr quarzreiches Gestein und ähnelt in seiner chemischen Zusammensetzung dem Granit. Die veraltete Bezeichnung lautet Quarzporphyr.

Bestantteile
20-60% Quarz
35-80% Plagioklas
15-65% Alkalifeldspat
Im Gestein kann Biotit und Hornblende enthalten sein. Das Gefüge ist zumeist porphyrisch mit Einsprenglingen aus Quarz und Feldspat. Oftmals findet man ein Fließgefüge vor.

Farbe: rot, rotgrau, grauviolett
Im QAPF-Diagramm wird Rhyolith im Feld 3 definiert.

Rhyolith
Rhyolith Drusen
Rhyolith porphyrisch
Rhyolith Fließstrukltur




Entstehung

Das Magma erkaltet zunächst in der Tiefe wo sich auch schon größere Kristalle bilden. Bei einem Vulkanausbruch wird das Magma an die Erdoberfläche verbracht und kühlt dort schnell ab. Durch die rasche Abkühlung entsteht die Grundmasse die aus kleinen und kleinsten Kristallen besteht. In der Grundmasse sieht man die bis zu mehreren cm großen Einsprenglinge.
Rhyolithe sind zumeist helle Gesteine.

Fundorte: Thüringer Wald, Nordwestsachsen, Schwarzwald u.v.a.

Verwendung: Schotter, Splitt, Pflastersteine

Melaphyr

Im deutschen Sprachraum wird mit Melaphyr ein feinkörniges z.T. auch porphyriches Gestein bezeichnet. Wie Andesite und Basalte sind sie von einem dunklen Farbton.
Oft findet man Melaphyr mit kleineren oder größeren Hohlräumen die mit Sekundärmineralien gefüllt sein können.
In Deutschland wird der Begriff Melaphyr meist nur noch in der Kombination Melaphyr-Mandelstein gebraucht.

Melaphyr

Plutonite

Granit

Granit ist ein massiges und relativ grobkristallines Gestein das insbesondere Quarz und Feldspat enthält. An dunklen Mineralien findet man Glimmer vor.
Granit entsteht meistens aus aufgeschmolzenen Material der unteren Erdkruste. Durch Bewegungen der Erdkruste können tektonische Verwerfungen entstehen und dem Magma als Aufstiegsweg dienen. Derartige Aufstiege in die obere Kruste werden als Intrusion bezeichnet. Es können riesige Magmakörper entstehen die eine Ausdehnung von mehreren 100km haben können. Solche Körper nennt man Pluton oder Batholith.

Granit erstarrt in einer Tiefe von mehreren km. Die dunklen Minerale, die zumeist eine hohe Dichte und den höchsten Schmelzpunkt haben bilden sich zuerst. Danach folgen Feldspat und zuletzt Quarz. Die zuerst gebildeten Minerale wie z.b. Hornblende sinken aufgrund ihres spezifischen Gewichts in der noch flüssigen Restschmelze ab und sammeln sich in einem Bereich der Magmakammer. Quarz und Feldspat werden dagegen wegen ihrer geringen Dichte im oberen Bereich angereichert. Dieser Vorgang wird magmatische Differentation genannt.

Das in der Tiefe entstandene Gestein wird durch tektonische Bewegungen sowie durch die Abtragung darüber liegender Gesteinsschichten an die Erdoberfläche verbracht.

Farbe: grau, rötlich, gelblich
Mineralbestand:
Quarz
Feldspat
mafische Minerale 20-40% zumeist Biotit und seltener Amphibole bzw. andere mafische Minerale. Bei den Feldspäten überwiegt Alkalifeldspat über Plagioklas.
Akzessorien: Zirkon, Apatit, Rutil, Ilmenit u.a.

Granit-überwiegend Biot

Granit Gefüge

Granit-überwiegend Alkalifeldspat

Vorkommen in Deutschland: Thüringer Wald (z.b. Suhl, Ilmenau) Brocken, Odenwald, Erzgebirge,Fichtelgebirge u.a.

Granite werden entsprechend ihres Ausgangsgesteins oder des Entstehungsortes in 4 Typen gegliedert:

I-Typ- aus Magmatiten entstanden
S-Typ- aus Sedimenten entstanden
A-Typ- außerhalb von gebirgesbildenden Prozessen, oft beim aufreißen von Kontinentalkrusten
M-Typ- entstehen an ozeanischen Inselbögen

Klassifizierung nach mineralogischen Besonderheiten

-Biotit-Granit
-Zweiglimmergranit
-Hornblende-Biotit-Granit
-Cordierit-Granit
-Turmalin-Granit ...
-Leukogranit(Mafitgehalt< 5%)
-Melagranit (Mafitgehalt> 20%)

Verwendung finden Granite wegen ihrer hohen Widerstandskraft vor allem im Bauwesen wo sie als Pflaster-bzw. Bordsteine oder z.b als Gehwegplatten Anwendung finden. Im Bahnbau werden sie oft als Schotter genutzt. Im Innenausbau als Wandverkleidung, Festbänke, Tischplatten usw.

Granodiorit

Das Gestein ist eng mit dem Granit verwandt und wie dieser weit verbreitet. An den plutonischen Gesteinen hat er einen Anteil von rund 35%.

Granodiorit ist von weißgrauer bis grauer Farbe und ein grob-bis mittelkörniges massiges Gestein das auch porphyrartig mit großen Feldspäten auftreten kann.
Im Unterschied zum Granit enthält das Gestein mehr Plagioklas (Kalifeldspat) Die mafischen Minerale sind ebenfalls in einem höheren Anteil vorhanden als beim Granit. Dadurch erhält das Gestein eine etwas dunklere Farbe.

Mineralbestand
Quarz 19-26%
Alkalifeldspat 17-21%
Plagioklas 44-48%
Hornblende0-7%
Akzessorien und Erzminerale bis 1,5% vor allem: Apatit, Titanit, Zirkon, lmenit, Magnetit u.a.

Granodiorit kann entsprechend des vorliegenden Mineralgehaltes in Biotit-Granodiorit, Hornblende-Granodiorit oder Hornblende-Boitit-Granodiorit gegliedert werden.

Vorkommen in Deutschland
Bayrischer Wald, Fichtelgebirge, Harz, Odenwald, Schwarzwald u.a.

Syenit

Das Gestein ist mittel-bis grobkörnig und durch seinen Mineralbestand hellgrau oder rötlich. Das Gefüge ist ähnlich des Granits kann aber auch feinkörnig oder riesenkörnig sein. Er tritt meistens zusammen mit Granit bzw. Granodiorit auf.

Alkalifeldspat (Orthoklas, Mikrolin ist das Hauptmineral während Plagioklas in etwas geringeren Umfang enthalten ist. Mafische Minerale sind nur in geringen Mengen vorhanden. Das Gestein wir im Streckeisendiagramm im Feld 7 definiert.

Vorkommen in Deutschland
Schwarzwald, Odenwald, Thüringer Wald

Monzonit

Das Gestein ist zumeist mittelkörnig und sehr feldspatreich. Es gehört zur Syenit-Monzonit-Familie Es ähnelt den Graniten und die Farbe reicht von hell-bis dkl.grau,selten auch grünlich, bräunlich bzw.rötlich.

Der Unterschied zum Syenit ist das der Plagioklasgehalt gegenüber den Kalifeldspäten höher ist. Die Hauptgemengeteile reicht bei den hellen Mineralen von 55-90% wobei die Feldspäte 80-100% betragen können. (Alkalifeldspat von 35-65%)
Plagioklas 35-65%, Quarz von 0-20% oder Foide von 0- 10%.
Die dunklen Minerale sind mit 10-45% beteiligt.
Nebengemengeteile: Hornblende, Biotit, Pyroxene

Vorkommen: Ratssteinbruch im Plauenschen Grund bei Dresden
Verwendung Dekorstein, Straßenbau

Gabbro

Gabbro ist ein schwarzgraues, manchmal blaugrünes grobkörniges Gestein. Die dunkle Farbe wird von dunklen Mineralien wie Pyroxene oder Olivin, aus denen es vor allem besteht, hervorgerufen. Den helle Anteil machen Plagioklas-Feldspäte aus, sowie Quarz oder ein Feldspatvertreter.

Weitere Minerale können sein: Hornblende, Biotit, Magnetit und Ilmenit
Akzessorien: Pyrit, Magnetit, Apatit u.a.

Gabbro findet man vorrangig in der ozeanischen Erdkruste und seltener in der kontinentalen. In Deutschland kommt er im Harz, Odenwald und im Schwarzwald vor.
Verwendung findet das Gestein als Baumaterial sowie im Innen-und Außenbereich in der Bauindustrie. Im Straßenbau wird es als Schotter verwendet.

Pegmatite

Pegmatite sind Varietäten eines magmatischen Gesteins. Die Korngröße kann von 1cm bis zu über einen Meter reichen.

Pegmatite sind meist granitischer oder alkaligranitischer Zusammensetzung. Der Mineralbestand des Gesteins umfaßt im wesentlichen Quarz, Feldspat, Plagioklas und Glimmerminerale.

Pegmatit

Wirtschaftlich bedeutend können mafische und syenitische Pegmatite sein. Pegmatite bilden gang-bzw.linsenförmige Gesteinskörper in denen bestimmte Minerale auftreten. Die Gänge sind manchmal zoniert so das bestimmte Minerale am Rand, und andere im Kern auftreten.

Das Gestein kann entsprechend des Mineralgehaltes gegliedert werden: Turmalinpegmatit, Granatpegmatit, Phosphatpegmatit usw.

Aus Pegmatiten werden Minerale sowie seltene Erden gewonnen. Manchmal treten auch Steine auf die für die Schmuckindustrie von Interesse sind. (Topas, Turmalin, Beryll)



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