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2017-11-04

Massensterben Geologie: Ein Massensterben liegt vor wenn in geologisch kurzer Zeit überdurchschnittlich................(L)








Massensterben

Ein Massensterben liegt vor wenn in geologisch kurzer Zeit überdurchschnittlich viele Organismen Aussterben. In der Erdgeschichte hat es solche Ereignisse mehrfach gegeben, so das u.a. solche Einschnitte zur Gliederung der Erdgeschichte genutzt werden.

Die Ursachen derartiger Ereignisse sind nicht völlig geklärt und werden immer neuen Prüfungen unterzogen. Derzeitig werden in Fachkreisen folgende Ursachen diskutiert:

Vulkanismus

Starke vulkanische Aktivitäten in der Erdgeschichte führten zu einer Verringerung der Sonneneinstrahlung was dann Eiszeiten hervorrief.

Zur Diskussion steht auch der gegenteilige Effekt. Durch den Ausstoß von Treibhausgasen kommt es zu einer Erwärmung die eine deutliche Temperaturerhöhung verursacht.

Klimawandel

Durch plötzlichen und kurzfristigen Klimawandel können größere Lebensräume vernichtet werden. (Eiszeiten)

Meteoriteneinschlag

Im Laufe der Erdgeschichte kam es mehrfach zum Einschlag von Meteroiten auf der Erdoberfläche. Bei entsprechender Größe und Geschwindigkeit konnte es beim Einschlag auf der Erdoberfläche passieren, das durch feine Staubpartikel in der Atmosphäre, die Photosynthese fast unmöglich wurde so das fast alles Leben auf der Erde erlosch.

Einige Massenaussterbeereignisse

Am Ende des Kambriums vor rund 500 Millionen Jahren sterben etwa 80% aller Organismen aus. Die Ursache wird in Meeresspiegelschwankungen und in einem Klimawandel vermutet.

Ende des Perms vor etwa 250 Millionen sterben 95% aller Meerestiere und 65% aller Landtiere aus. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt so das die Wissenschaft auf Vermutungen und Indizien angewiesen ist. Die wahrscheinlichste Variante geht davon aus das es zur Bildung eines sehr starken Magnetfeldes kam, das in seiner Entstehungsphase, zu einer Veränderung des Klimas führte.

Das bekannteste Aussterbeereignis fand vor 65 Millionen Jahre an der Grenze Kreide/Tertiär statt als 50% aller Tierarten, darunter die Dinosaurier, ausstarben. Als Ursache wird ein Meteoriteneinschlag bei der Halbinsel Yucatan angenommen.

Die Geschichte der Evolution hätte wahrscheinlich einen anderen Verlauf genommen wenn nicht mehrfach das Leben auf der Erde fast erloschen wäre.

Tiergattungen verschwanden und die hinterlassenen Lücken wurde durch andere Tiere ausgefüllt. Oft ist nach großen Aussterbeereignissen eine rasante (Radiation) Ausbreitung überlebender Organismen zu beobachten.

Das Aussterben der Dinosaurier an der Kreide/Tertiär-Grenze

In vielen geologischen Systemen der Erdgeschichte sind markante Veränderungen in der Flora und Fauna zu bemerken. Besonders die Kreide-Tertiär-Grenze ist in dieser Hinsicht sehr auffallend. Nicht nur das die Dinosaurier „plötzlich“ von Antlitz der Erde verschwanden auch andere Tierarten wie Ammoniten oder Foraminiferen verschwanden. Noch in der Oberkreide waren sie wichtige Leitfossilien gewesen. Über die Ursachen wird teilweise wild spekuliert und es gibt die abwegigsten Vermutungen.

Die These des Einschlages eines extraterrestrischen Körpers wurde aufgestellt als man in der Grenzschicht einen erhöhten Iridiumwert feststellte. Iridium ist in der Erdrinde sehr selten aber in Meteoriten relativ häufig. Der Physiker L.W.Alvarez stellte die These auf.

Allerdings gibt es auch zahlreiche Gegner die darauf verweisen das Iridium bei bestimmten Vulkanen durchaus öfter vorkommt. Und Vulkanismus war in der Zeit Kreide/Tertiär eine häufige Erscheinung. Es gibt eine Reihe weiterer Argumente die Alvarez ins Feld führt aber auch seine Gegner haben ihre Munition noch nicht vollständig verschossen.

Man vermutet das der kosmische Körper auf dem Festland eingeschlagen ist. Schlussfolgernd suchte man nach einem Krater, der dann auf der Halbinsel Yucatan gefunden wurde. Eine Impaktstrukur mit einem Durchmesser von 180km, sowie andere Indizien führen viele Wissenschaftler an die Seite von Alvarez. Neue Untersuchungen weisen darauf hin das es sich um Mehrfacheinschläge handelt so das ein Kometenschwarm als Verursacher in Frage kommt.

Selbst „Theorien“ des 18.Jahrhunderts machten die Runde. Von Sintflut bis zur Katastrophentheorie von Cuvier wurden bemüht um das Aussterbeereignis zu erklären.

Die Paläontologie fand jedoch eine Reihe anderer Erklärungen die eine wissenschaftliche Grundlage besitzen. Sie konnte nachweisen das viele der Tiergruppen sich schon zuvor im Niedergang befanden. Argumentiert wird auch über eine Klimaveränderung, da gerade in den Tropen, viele Tierarten ausstarben. Außer der Iridiumanomalie gibt es im westlichen Nordamerika eine Anomalie der Pflanzenwelt. Gegenüber den Umweltbedingungen anspruchsvolle Pflanzen verschwanden und anspruchslosere Pflanzen gewannen die Oberhand. Das lässt sich am besten mit einer Klimaverschlechterung erklären.

Viele Wissenschaftler vermuten auch eine Kombination vieler Ursachen um so das große Sterben zu erklären.




Pegmatite

Perm




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