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2017-11-12

Minerale: sind definierte chemische Zusammensetzungen......(L)








Mineral

Minerale sind definierte chemische Zusammensetzungen von natürlich vorkommenden Feststoffen die über eine bestimmte Kristallstruktur verfügen. Sie besitzen bestimmte chemische und physikalische Eigenschaften. Die Eigenschaften stehen in enger Beziehung zur chemischen Zusammensetzung und Kristallaufbau der betreffenden Substanz.

Man kennt etwa 4000 Minerale die zumeist anorganisch sind. Organische Minerale wie etwa Wedellit sind natürlichen Ursprungs und werden deshalb als Minerale anerkannt.

Minerale bilden sich durch Kristallisation aus Schmelzen (magmatische Mineralbildung), wässrigen Lösungen (hydrothermale Mineralbildung und sedimentäre Mineralbildung), durch Gase oder während der Metamorphose.

Eine besondere Form der Mineralbildung ist die Biomineralisation. Dabei werden Minerale von Organismen gebildet. Z.B. Calcit oder Aragonit durch die Schalen von Muscheln oder Schnecken.

Jedes Mineral entsteht unter bestimmten chemischen und physikalischen Bedingungen. Solche Bedingungen sind z.b. eine bestimmte Temperatur, einen bestimmten Druck oder die Konzentration chemischer Substanzen im System. Minerale bleiben solange unverändert erhalten wie äußere Faktoren die Grenzen ihres stabilen Zustands nicht überschreiten. (Druck-und Temperaturveränderungen)

Jedes Jahr werden zwischen 20 bis 40 neue Minerale entdeckt. Die vor einigen Jahren befürchtete Annahme das die Entdeckung neuer Minerale bald ihrem Ende entgegen sieht hat sich nicht bestätigt. Allerdings sind die Neuentdeckungen meist sehr selten, an bestimmten Orten gebunden und nur in kleinen Mengen vorhanden.

Zwischen Mineralgemenge (Gestein) und dem eigentlichen Mineral hat erstmalig der schwedische Forscher A.F.Freiherr von Cronstedt 1758 unterschieden. Am Aufbau der Erde sind etwa 1700 Minerale beteiligt wobei lediglich rund 30 Minerale sogenannte Gesteinsbildner sind.

Viele Minerale besitzen als Rohstoff eine große Bedeutung. Um wirtschaftlich nutzbar zu sein ist eine örtliche Anreicherung mit einem Mindestgehalt und einer Minimalmenge notwendig. Auch Abbau-und Aufbereitungskosten sind wichtige Faktoren bei der wirtschaftlichen Nutzung mineralogischer Rohstoffe.

Die Anzahl bekannter Minerale darf nicht mit der Anzahl bekannter Mineralnamen verwechselt werden. Die Mineralnamen, Handelsnamen, Varietäten und Synonyme geht in die tausenden und ist selbst von Fachleuten nicht zu überblicken. Leider gibt es bei der Benennung von Mineralien keine festen Regeln wie etwa in der Botanik. Dieser unerwünschte Ballast führt zu einem wahren babylonischen Sprachgewirr.



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