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2017-11-09

Mineralogie: Einschlüsse/Inklusion (Lex)







Einschlüsse/Inklusion

Darunter werden in Kristalle eingeschlossene Flüssigkeiten, Gase sowie andere Minerale verstanden. Wenn sich neue Kristalle bilden werden vielfach andere Kristalle nicht verdrängt sondern von den wachsenden Kristallen überwachsen bzw. umwachsen. Diese Art des überwachsen/umwachsen kann auch mit Flüssigkeiten und Gase stattfinden.

Einschlüsse kennt man auch bei gleichzeitigen Wachstum oder durch Wachstumspausen.

Wenn während des Wachstums von Kristallen die Zusammensetzung der Nährlösung schwankt kann es zur Bildung einer jüngeren Generation von Kristallen kommen. Unter Umständen kann es passieren das diese jüngere Generation die älteren Kristalle einschließt.

Mitunter entstehen z.b. bei tektonischen Ereignissen Risse in den wachsenden Kristallen. Dringen in den Rissen Fremdkörper oder andere Kristalle ein können diese bei Verheilung der Risse mit eingeschlossen werden.

Markasit in Calcit
Milchquarz
















Einschlüsse (Gase oder Lösungen) die beim Wachstum in Kristalle eingeschlossen werden sind oft Reste der Nährlösung. Solche Einschlüsse werden als Primäreinschlüsse bezeichnet. Solche Einschlüsse können aber auch durch verheilte Risse und Bruchstellen entstehen. (Sekundäreinschlüsse)

Oft ist es möglich von der Art des Einschlusses auf die Fundstelle zu schließen, da der Einschluß typisch für einen bestimmten Ort sein kann.

Quarz zeigt eine Vielzahl von Einschlüssen und klare einschlussfreie Kristalle sind eher die Ausnahme. Oft kann man beobachten:

Wasser oder Gaseinschlüsse (Wassereinschluss-Milchquarz)
Chloriteinschlüsse- teilweise oder vollständige Grünfärbung der Kristalle
Pyrit-oder Arsenopyriteinschlüsse







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