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2017-11-10

Mineralogie: Habitus und Tracht (L)








Habitus und Tracht

Der Habitus ist das relative Größenverhältnis der Flächen eines Kristalls zueinander. Man unterscheidet 3 Haupttypen:

isometrische Formen

Darunter versteht man Formen die nach den 3 räumlichen Dimensionen entwickelt sind. (z.b. kubisches Kristallsystem Würfel oder Pyrit)

planar (tafelig)

Wenn die Symmetrieachse verkürzt zu anderen Achsen ist.
Formen die hauptsächlich nach 2 Dimensionen ausgedehnt sind. z.b. blättrige, schuppige Kristalle oder tafelige, plattige (Baryt, Glimmer, Chlorit, Uranglimmer)

Fluoritwürfel
tafeliger Baryt

















prismatisch

Kristalle deren Symmetrieachse verlängert zu den anderen Achsen sind.
Formen die nach einer Richtung gestreckt sind. Prismatische, säulenförmige, faserige, stengelige usw. z.b. Rutil, Asbestkristalle, Turmalin

Zwischen den genannten Haupttypen gibt es noch viele Übergangstypen. Auch komplizierte Kristallformen wie etwa Dentriten sind Übergangsformen zwischen den Hauptgruppen. Für einige Minerale ist ihre Kristallform so typisch das sie eines der wichtigste Kennzeichen bei der Bestimmung sind.

Bei einigen Mineralen ist ihre Kristallform so charakteristisch das ihre Name darauf hinweist. Lepidolith-griechisch lepis=Schuppe, Aktinolith-griechisch aktis=Spitze)

Tracht

Darunter versteht man die Gesamtheit aller in einem Kristall ausgebildeten Flächen. Das Erkennen der Tracht ist um so schwieriger je mehr Grundformen sich überlagern oder verbinden.

Die Bedeutung von Tracht und Habitus ist mehr für Wissenschaftler von Interesse die sich mit der Morphologie von Kristallen beschäftigen. Die meisten Sammler benutzen allgemeine Begriffe die die Ausbildung ihrer Stufen beschreiben.





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