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2017-11-05

Rund um Manebach 25.05.2008








Rund um Manebach 25.05.2008
(B4-Oberer Berggrabenweg-B4)

Bei Ilmenau fährt man die B4 entlang Richtung Manebach und kommt dann rechter Hand auf die Abzweigung zum oberen Berggrabenweg den man nur per Fuß oder Fahrrad begehen/befahren kann.

Der obere Berggrabenweg wurde 1688-91 angelegt und hatte ursprünglich eine wasserführende Funktion. Seit 1995 ist er als Wanderweg ausgewiesen und mit seinem Gefälle von 10cm/100m leicht zu bewältigen.

Nach einigen km Fahrt kommt man nach Manebach, das sich in landschaftlich reizvoller Umgebung im Ilmtal dahin schlängelt.

Unmittelbar am Wegesrand stößt man auf ein kleines Haldengelände und ein Hinweisschild berichtet über den ehemaligen Steinkohlebergbau bei Manebach.
Interessanter und als geologisches Naturdenkmal ausgewiesen ist der Aufschluss am Kammerberg der noch auf der Reiseroute meiner kleinen Rundfahrt lag.

Hier waren die Halden zumeist stark überwachsen. Dennoch war, sicher durch Fossiliensammler, Aktivität im Gelände zu beobachten. Die gegrabenen Löcher waren wieder vorbildlich verfüllt wurden was leider an vielen Fundpunkten im Thüringer Wald nicht der Fall ist.

Steinkohlebergbau bei Manebach

Nach oberflächlicher Suche konnte ich ein schönes Stück Manebacher Steinkohle verpacken das Eingang in meine Sammlung finden wird.

Der obere Berggrabenweg führt weiter oberhalb von Ortes Manebach. Über dem Bergrabenweg, noch im Bereich des Ortes konnte ich ein größeres Haldengelände ausmachen das ich bisher nicht kannte. 



Haldengelände oberhalb v. Manebach

Oberhalb von Manebach
Oberhalb von Manebach


Da ich weiter wollte habe ich nur einige Aufnahmen gemacht. Das Gestein der Halden war Porphyr, so das meine Vermutung es könnte sich um Halden des Kupferschieferbergbaues handeln sicher nicht zutrifft. Ein Hinweisschild konnte ich leider nicht finden.

Fährt man weiter befindet man sich bald oberhalb des Meyergrundes. Hier versuchte ich kurz mein Glück um die bekannten Orthoklaszwillinge bei Manebach zu finden. Aber in der kürze der Zeit glich meine Suche mehr oder weniger dem suchen im berühmten Heuhaufen.

Etwa 2km hinter dem Zeltplatz bin ich wieder auf die B4 aufgefahren und radelte in entgegengesetzter Richtung auf Manebach zu.

Am Dachskopf, rechter Hand von der B4, trifft man auf einen aufgelassenen Granitsteinbruch der als geologisches Naturdenkmal ausgewiesen ist. Hier wurde de Ilmtalgranit=Suhler Granit gebrochen. Auf der Steinbruchsohle ist ein Aplitgang zu beobachten und im Bruch sieht man die starke Verwitterung des Granits. (Wollsackverwitterung)


Am Dachskopf

Leider benutzen unangenehme Zeitgenossen die muldenförmige Vertiefung als Müllabladeplatz.

Da es sich um ein Naturdenkmal handelt ist die Entnahme von Belegstücken im Bruch verboten jedoch findet man in der weiteren Umgebung genug Gesteinstrümmer.

Am Ortseingang von Manebach, über der Bushaltestelle, befindet sich eine bedeutende Fundstelle für fossile Pflanzen die weit über die Grenzen Deutschlands bekannt ist. Umfangreiche Literatur beschreibt den Aufschluss, der zu den bekanntesten in Mitteleuropa zählt und ein Bild der hydrophilen Flora der Zeit wiederspiegelt.
















Zu sehen ist ein Profilausschnitt der Flözführenden Zone. ( Manebach-Formation)
Bei Manebach treten in einer Partie von 45m Mächtigkeit 8 Steinkohleflöze auf wobei nur 3 Flöze eine Mächtigkeit von über 0,5m erreichen.

Der Aufschluss ist als ein geologisches Naturdenkmal ausgewiesen und Entnahmen im Anstehenden sind verboten.

Allerdings wird sicher niemand etwas dagegen haben wenn man im Hangschutt oberflächlich sucht. Abdrücke von Fragmenten fossiler Pflanzen habe ich mehrfach gesehen und ein Belegstück mitgenommen.


Meine Tour um Manebach war etwa 15 km lang und nach 4 Stunden war ich wieder am Bahnhof. Demnächst will ich den gesamten oberen Bergweg bis Stützerbach befahren und mir noch einige Steinbrüche, die an der Route liegen ansehen.










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