> Gedichte und Zitate für alle: Tambach-Formation : Zu Beginn der Ablagerung..................(L)

2017-11-13

Tambach-Formation : Zu Beginn der Ablagerung..................(L)






Tambach-Formation

Zu Beginn der Ablagerung der Tambach-Formation kam es zu tektonischen Bewegungen im Bereich der Thüringer Waldsenke. Das unmittelbare Nebeneinander von Vulkaniten der Georgenthal-Formation, limnischer Sedimente der Oberhof-Formation und Vulkaniten der Oberhof-Formation als Basis der Tambach-Formation könnte sonst nicht erklärt werden.

Erneute Absenkungsvorgänge des Rotteroder Beckens leitete die klastische Sedimentation der Tambach-Formation ein.

Größere Teile der Oberhofer Phorphyrplatte versanken im eigenen Abtragungsschutt und gelangten so in den Bereich der Tambach-Formation.
Diese Vorgänge lassen sich heute aus dem Bielstein-Konglomerat zwischen Georgenthal und Oberhof rekonstruieren.

Das Bielstein-Konglomerat ist etwa 80-100 m mächtig und im Aufbau recht unterschiedlich. Das Geröll an der Basis besteht vor allem aus Rhyolithen der Oberhof-Formation, Andesiten der Georgenthal-Formation und selten aus Geröllen des Thüringer Hauptgranits.

Der Tambach Sandstein ist 50-100 m mächtig und enthält in den unteren Schichten linsenörmige Geröllanreicherungen. Die fluviatile Sedimentation hinterließ in den oberen Schichten des Tambach-Sandsteines eine Wechsellagerung von feinkörnigen Sandstein und Silt-bzw. Tonsteinen.

In der Ton-Siltstein-Wechsellagerung werden Fossilien gefunden und belegen das zeitweise Vorhandensein stehender Gewässer.

Die limnische Phase ist besonders am Bromacker bei Tambach-Dietharz markant. Hier befindet sich die klassische Fossilienfundstelle "Bromacker".

Der Sandstein wird seit über 100 Jahre als Bauwerksandstein genutzt.
Im oberen Bereich des Tambach-Sandsteines findet man kaolinisierte Feldspäte und Gerölle methamorphoser Gesteine.

Damit beginnt das obere Tambach-Konglomerat. (Finsterbergen-Konglomerat) Die Mächtigkeit beträgt 30-50 m und beginnt mit fanglomeratischen Schüttungen. Das Konglomerat wurde nach sich wiederholenden intensiven Niederschlägen schichtflutig abgelagert.

Aufschlüsse des Konglomerats gibt es im Leinatal bei Finsterbergen und im Kesseltal bei Tambach-Dietharz.

Finsterbergenkonglomerat
Tambach Hangendes: -Sandstein
Bielstein-Konglomerat

Liegendes: Georgenthal-Formation
Oberhof-Formation

Felsen am Schmalwassergrund

Strathigrafie Tambach-Formation
Ort: Ortsausgang Tambach- Maderbachgrund
Gestein: Beiderseits des Tales Rhyolithkonglomerat, Rhyolthgerölle, Sandsteineinlagen,
Fanglomerat


Bromacker bei Tambach-Dietharz

Strathigrafie Tambach-Fornation/Tambach Sandstein
Ort: Tambach-Dietharz/Bromacker
Gestein: Seit 150 Jahren Abbau von Sandstein. In Zwischeneinlagen Siltstein
Seit 1995 neuer Steinbruch
Eines der bedeutensten Fundstellen des unteren Perm für Wirbeltiere


Keine Kommentare: