> Gedichte und Zitate für alle: November 2017

2017-11-30

Geflügelte Worte: Es ist eine Übersetzung einer von Homer häufig .................



Es ist eine Übersetzung einer von Homer häufig formelartigen benutzter Redewendung in seinen Epen. (epea pteroenta- Vom Mund des Redners zum Ohr des Angeredeten fliegende Worte-übersetzt von J.H.Voß)

Durch eine Zitatesammlung von G. Büchmann (1864) wurde der Ausdruck im Verständnis von:

Kanon: Mustergültige Liste von Autoren ....



Kanon griech. Regel Maßstab


Mustergültige Liste von Autoren und ihren Werken. Bereits in der Antike von byzantinischen und alexandrinischen Gelehrten zusammengestellte Listen. Dabei wurden als vorbildlich geltende Werke berücksichtigt und derartige Aufstellungen werden Kanonbildung genannt. Nicht in diesen Kanon aufgenommene Werke können schnell in Vergessenheit geraten und zwingt die Literaturwissenschaft dazu den Kanon stetig zu überprüfen. Dieses führt ab und an zu einer "Neuentdeckung" eines Werkes bzw. eines Autors. Der Kanon wurde von für den literarischen Bereich von dem Philologen D. Ruhnken (1723-1798) eingeführt. 





Faksimile: Nachbildung bzw. Reproduktion einer Handschrift, Zeichnung..............



lat. fac simile- mache ähnlich

Eine Nachbildung bzw. Reproduktion einer Handschrift, Zeichnung oder in selteneren Fällen eine gedruckten Schrift. Derartige Nachbildungen werden unter der Anwendung aller zur Verfügung stehenden Hilfsmittel wie z.b. Lichtdruck oder Spezialpapier gefertigt. Dabei werden auch Äußerlichkeiten wie z.b. Randnotizen, Beschädigungen und Einband nachgebildet. 

Ekloge: In der römischen Literatur ...............


Ekloge ( aus dem griech.- Auswahl)

In der römischen Literatur bezeichnet die Ekloge ursprünglich ein kleines auserlesenes Gedicht unabhängig von dessen Inhalt. Später wurde der Begriff enger gefasst und man bezeichnete als Ekloge nur noch Hirtengedichte bzw. Hirtenlieder. (auch bukolische Dichtung) Eine bekannte Ekloge aus der Antike ist Vergils "Bucolica" die man auch als "Eclogae" bezeichnet.


2017-11-29

Reimschema: ist Darstellung der Abfolge des Reims in einer Strophe...............



Ein Reimschema ist Darstellung der Abfolge des Reims in einer Strophe oder in einem Gedicht das meist anhand kleiner Buchstaben vorgenommen wird. Gleiche Buchstaben stehen dabei für sich entsprechende Reimklänge. Zb. für das Sonett abba abba cdc cdc (siehe Beispiel)  Große Buchstaben benutzt man um wiederkehrende Vers-oder Refrainzeilen zu kennzeichnen. Triolett ABaAabAB




Coda: In der Stollenstrophe der italienischen Dichtung ................


In der Stollenstrophe der italienischen Dichtung wird als Coda der Abgesang bezeichnet. Die Aufspaltung der Coda in zwei gleiche Teile ist aus der italienischen Lyrik bekannt. Dies wird als Volte bezeichnet. 

2017-11-28

Assonanz: ist der Gleichklang zwischen Wörtern der sich nur auf die Vokale ....................



Eine Assonanz ist der Gleichklang zwischen Wörtern der sich nur auf die Vokale beschränkt. Er ist möglich am Versende und auch innerhalb eines Verses. Es sind zwei Möglichkeiten der Assonanz möglich. Als unvollkommener Reim (Halbreim) der in früheren Epochen vorkam (althochdeutsche und mittelhochdeutsche Dichtung) als auch als eigenständige Form neben diesem Reim. (Vor allem in vokalreichen romanischen Sprachen) Auch in der deutschen Dichtung bei Brentano, Heine und Eichendorff.

Ballata: lyrisches Tanzlied mit Refrain. Schema AAbbba.....................



it. ballare- tanzen

In Italien des 13. Jahrhunderts lyrisches Tanzlied mit Refrain. Schema AAbbba, meist 7,8, oder 11 Silbler. Das Lied wurde von Solisten unter Chorbegleitung zum Reihen-oder Kettentanz gesungen. Inhaltlich waren es Scherz-Frühlings-oder Liebeslieder. Diese volkstümliche Form wurde mit der Zeit zur Kunstform entwickelt. (zb. Dante) Die klassische Form ist die b. magiore: 4 zeiliger Refrain und 8 zeilige Stollenstrophe aus 11 oder 8 Silbern bzw. beide gemischt. Anreimung der Coda an den Aufgesang und eine Wiederholung des letzten Refrainreimes -abschließender Reim der Coda. Schema: XYYX ababbccx dedeeffx. Es existieren zahlreichen Varitionsmöglichkeiten durch Vermischungen. Die Blütezeit dieser Dichtungsart war das 14. Jahrhundert neben Sonett und Kanzone. (Petrarca, Sachetti) Im 15. Jahrhundert nur noch von wenigen Dichtern beachtet dafür aber wieder mit einer volkstümlichen Sprache und Form. Mitte des 16. Jahrhundert ist die Ballata in Vergessenheit geraten lebt für kurze Zeit im 19. Jahrhundert wieder auf. (Pascoli, Carducci)




Abgesang: ist ein Begriff aus dem mittelalterlichen Meistersang.....



Der Abgesang ist ein Begriff aus dem mittelalterlichen Meistersang. Vom Aufgesang musikalisch und metrisch abgegrenzt. Der Umfang reicht von einem Reimpaar oder Dreiversgruppe bis zu mehreren Verswiederholungen wobei auf unterschiedliche Weise zum Aufgesang zurückgewiesen werden kann. (z.b. durch Anreimung) Der Abgesang kann rhytmisch variert werden und ist länger als jeder Stollen des Aufgesangs jedoch kürzer als beide zusammen.


Lautgedicht: Ein Gedicht das keine sinnvolle Wörter............



Ein Gedicht das keine sinnvolle Wörter beinhaltet sondern nur aus rhythmischen Buchstaben oder Lauten besteht die sich manchmal reimen. Beliebt ist diese Gedichtform in Kinderliedern/gedichten oder in Abzählversen. Im Dadaismus wurde diese Form des Gedichts besonders gepflegt. Lautgedichte haben z.b. J. H. Voß oder C. Morgenstern geschrieben. 


Carmina Burana

2017-11-27

Stollenstrophe: lyrische Stophenform im deutschen Minnesang ......................



auch Kanzonenstrophe

Eine lyrische Stophenform im deutschen Minnesang die aus 2 Perioden besteht.  Die erste Periode (Aufgesang)  besteht aus musikalisch und metrisch aus gleichgebauten Hälften (Stollen). Die zweite Periode (Abgesang) ist metrisch und musikalisch eigenständig.  Das Grundschema ist AA/B=abab/cc Die Länge der Verse sowie deren metrischer Aufbau ist variabel. Der Abgesang kann auch im reimtechnischen Sinne auf den Aufgesang zurückgreifen. (Anreimung) 

Drei Einheiten: Seit der italienischen Renaissance gehören die drei Einheiten................


Seit der italienischen Renaissance gehören die drei Einheiten zu den grundlegenden Forderungen des Dramas.

Einheit des Ortes bedeutet das der Schauplatz der Handlung keinen Wechsel der Szenerie erlaubt. (kein Szenenwechsel)

Die Einheit der Zeit bedeutet das der Zeitraum der Handlung maximal 24 Stunden nicht überschreiten darf. Im idealen Fall soll die Spielzeit der Handlungszeit des Dramas entsprechen.

Die Einheit der Handlung läßt keine Nebenhandlungen zu die nicht mit dem Hauptteil der Handlung verknüpft ist. Desweiteren sollen keine Nebenpersonen auftreten.

Wanderbühne: dienen reisenden Berufsschauspielern die kein festes Theater...................


Wanderbühnen dienen reisenden Berufsschauspielern die kein festes Theater haben. Vorläufer sind die "Chur-Sächsischen Komödianten unter J. Velten die bis 1684 kein festes Theater hatten dann aber fest am Dresdner Hof spielten. Von dieser Theatertruppe läßt sich der Weg bis zu den bedeutendsten deutschen Prinzipalen verfolgen. Die wichtigsten von ihnen sind u.a. : J. und C. Neuber, J.F.Schönemann, C.T. Doebelin und A.W. Iffland. 

2017-11-26

Dinggedicht: Ein Gedicht das ein Objekt, aber auch Tier oder Pflanze...............


Ein Gedicht das ein Objekt, aber auch Tier oder Pflanze beschreibt. In diesen Gedichten tritt das lyrische Ich hinter den zu beschreibenden Gegenstand zurück um so zu einer objektiven Darstellung zu gelangen und das Objekt in seinem Wesen zu erkennen. Innerhalb der Geschichte der Lyrik gilt diese Gedichtform als eine Spät-bzw. Durchgangsform. 

In der deutschen Lyrik wird das Dinggedicht relativ spät eingeführt. Erstmalig benutzt es E. Mörike mit seinem Gedicht "Auf eine Lampe". Ein weiteres Beispiel ist R.M.Rilkes Gedicht "Der Panther".



Magischer Realismus: aus dem Spätrealismus entstandene Nebenströmung.................



Ende der zwanziger Jahre aus dem Spätrealismus entstandene Nebenströmung. Der magische Realismus will die hinter der Wirklichkeit versteckten irrealen und irrationalen, eben magischen, Sinnzusammenhänge verdeutlichen. Der magische Realismus hat daher ein engeres Verhältnis zum Expressionismus und Surrealismus. In der westlichen Nachkriegsliteratur wurde die Nebenströmung bedeutsam da die Thematiken der Romane oft das Todesmotiv bevorzugt behandelten. Als Hauptvertreter gelten G.F.Jünger, E. Kreuder und H.E.Nossek. Die Bezeichnung magischer Realismus wurde erst nach dem II.WK eingeführt. Viele Werke dieser literarischen Strömung werden heute als kritisch angesehen.




Stilblüte: Durch Denkfehler oder Unachtsamkeit ....................


Durch Denkfehler oder Unachtsamkeit entstandene doppelsinnige Aussage die durch das weglassen eines Wortes bzw. eine falsche oder ungewöhnliche Wortstellung eine nicht gewollte lächerliche oder komische Wirkung hervorruft. 

Beispiele: Zeppelin war der Erste der in alle vier Himmelsrichtung in die Luft schiffen konnte. ODER Im Herbst legen die Hühner ihre Eier und die Bauern ihre Kartoffeln.




2017-11-25

Kranzlied: ist eine Volksliedgattung des 15. und 16. Jahrhundert................


Ein Kranzlied ist eine Volksliedgattung des 15. und 16. Jahrhundert. In einem Wechselgesang zwischen einem jungen Mann und mehreren Mädchen sollte ein Rätsel gelöst werden. Der Kranz der als Belohnung winkte gab der Gattung den Namen. Schon in der Antike und in der altnordischen Dichtung wurden Wettkämpfe durchgeführt deren Ziel das lösen eines Rätsels war.




Merkdichtung: ist eine Gattung germanischen Ursprungs........


Die Merkdichtung ist eine Gattung germanischen Ursprungs. Sie wird auch als Katalog.-oder Memorialdichtung bezeichnet. Verfasst in Stabreimen und in Versen hatte sie die Aufgabe als Gedächtnisstütze zu dienen. Sie erzählte Geschichten aus der Mythologie oder von Helden und Fürsten. Verbreitet war die Dichtung besonders in Norwegen, England und Island.



Leberreim: kurzes Gelegenheitsgedicht das aus dem Stand ..............


Ein meist kurzes Gelegenheitsgedicht das aus dem Stand heraus verfaßt wird. Es hat als Thema  in der überwiegenden Mehrheit scherzhafte Inhalte wie Rätsel, Spottlieder oder Trinksprüche. Es besteht in der Regel aus vier Versen. Der Eingangsvers ist häufig in der Form: "Die Leber ist von einem Hecht und nicht von einem (r). Hinter einem (r) erfolgt dann ein Tiername auf dem sich der nächste Vers reimt. 

2017-11-24

Aufgesang: erste Teil des mittelalterlichen Meistersang ...................



Der Aufgesang ist der erste Teil des mittelalterlichen Meistersang der aus zwei metrisch gleich gebauten Stollen aufgebaut ist. Das Schema ist abab. Der Stollen kann in Reimgestaltung oder Verszahl variiert werden. Der Aufgesang ist kürzer als der Abgesang und beide unterscheiden sich meistens metrisch und auch syntaktisch.




Refrain: eine immer wiederkehrende Gruppe von Lauten- oder Worten...................


frz. Echo, lat. refingere: regelmäßig wiederkehrend, Kehrreim, anschlagen

Ein Refrain ist eine immer wiederkehrende Gruppe von Lauten- oder Worten in Dichtungen die eine Strophe besitzen. Man unterscheidet Ton-Refrain und Wort-Refrain. Der Tonrefrain ahmt den Klang von Musikinstrumenten oder anderen Geräuschen wie das klappern einer Mühle nach, oder es werden völlig neue Lautgruppen wie etwa juchheida gebildet.

Kunstmärchen: ist das Kunstmärchen eine individuelle Schöpfung................



Im Gegensatz zum anonymen Volksmärchen das mündlich weitergegeben wurde ist das Kunstmärchen eine individuelle Schöpfung eines namentlich bekannten Schriftstellers. Kunstmärchen sind oft in Erzählstil und schematisch am Volksmärchen angelehnt. Die Kunstmärchen der Romantik und die Märchen von H.C.Andersen gelten als vorbildhaft für die Form. Im strengeren literarischen Sinn sind die Kunstmärchen keine eigene Gattung sondern müssen als eine Auseinandersetzung mit dem Wesen des Volksmärchens verstanden werden. Beispiele: C. Brentano: "Gockel, Hinkel und Gackelaia", E.T.Hoffmann: "Der goldene Topf", H. Ch. Andersen: "Das Mädchen mit den Schwefehölzchen".


Höfische Dichtung

2017-11-23

Zitat: wörtliche Übernahme eines Satzes, Satzteiles oder...................


Ist die wörtliche Übernahme eines Satzes, Satzteiles oder eines Verses bzw. eines längeren Abschnitts aus einen beliebigen Text. Auch ein mündliches wiederholen aus einem literarischen Werk z.b. aus Gründen der Erklärung oder Erläuterung des Textes fällt unter den Begriff Zitat. ( ich zitiere) Das schriftliche Zitat wird in kursiver Schrift oder in Anführungsstriche wiedergegeben wobei der Verfasser, eventuell auch die Quelle (das Werk)  zu nennen ist. 


Höfische Dichtung

Tautologie: ein Begriff durch zwei oder mehrere Wörter ..................


gr. tautos-dasselbe logos- Wort

Tautologie bedeutet das ein Begriff durch zwei oder mehrere Wörter die die gleiche Bedeutung haben wiedergegeben wird. Meist wird der Begriff in einer Zwillingsformel ausgeführt. Z.b. angst und bange oder Schloß und Riegel. Weitere Beispiele: still und leise oder voll und ganz. Die Tautologie wird auch nicht immer von Wissenschaftlern gegenüber dem eingliedrigen Pleonasmus abgegrenzt.

Pleonasmus: Meist überflüssiger Zusatz zu einem Wort bzw. zu einer Redewendung.


Handwerkslied: An einen Stand gebundenes Volkslied.................


An einen Stand gebundenes Volkslied. (Ständelied) Die Art dieser Lieder ist mit einem Handwerkerstand oder mit einem Handwerkerberuf  (Mauer, Zimmermann usw.) verbunden. 


2017-11-22

Poeta doctus: Bezeichnung für einen gelehrten und gebildeten Dichter .................



lateinisch: gelehrter Dichter

Poeta doctus ist die Bezeichnung für einen gelehrten und gebildeten Dichter der in seinen Werken gegenwärtiges und vergangenes Wissen verarbeitet und sich dementsprechend an einem gebildeten Leser wendet. In hellinistischer Zeit war er das Idealbild der griechischen Literatur. Er begegnet uns auch in der Epoche des Humanismus und Barock sowie im 20. Jahrhundert wie etwa in den Schriftstellern T. Mann oder R. Musil. 


Envoi: den allermeisten Fällen in Metrum und Reim..................


Envoi: frz. Geleit oder Zueignung

Eine Schlußstrophe die sich in den allermeisten Fällen in Metrum und Reim an der letzten Hälfte der vorhergehenden Strophe orientiert. Üblich war der Envoi in der romanischen Ballade aber auch in anderen Gattungen des Liedes wie etwa in der Kanzone. Der Envoi kam aus der provenzalischen Troubadourlyrik in die französische Literatur und enthält oft eine namentliche Widmung oder Zusammenfassung des Gedichtes. 


Merker: fiktiver Aufpasser im Minnesang der......................


Ein fiktiver Aufpasser im Minnesang der das Treffen der beiden Liebenden verhindern bzw. überwachen soll. Oft als böser Verwandter oder als Neider dargestellt.

2017-11-21

Carmina Burana: Pergament bestehende Handschrift aus dem 13. Jahrhundert....................


Carmina Burana: Lieder aus Beuern

Eine aus Pergament bestehende Handschrift aus dem 13. Jahrhundert. Die Handschrift enthält eine Sammlung mittelalterlicher Dichtungen aus dem 11. 12. und 13. Jahrhundert und wurde 1803 im Kloster Benediktbeuern entdeckt. Die Sammlung enthält etwa 250 Texte die in vier Gruppen gegliedert ist.

1. Moralische und satirische Dichtungen bestehend aus 55 Gedichten mit den Themen Vergänglichkeit des Glücks und die Unmoral der Welt.

2. Liebes-,Frühlings- und Tanzlieder (131 Texte)

3. Trinklieder

4. Religiöse Schauspiele


Geschlossene Form: Werke benutzt wird die streng und gesetzmäßig...............


Geschlossene Form: Begriff der Poetik der für literarische Werke benutzt wird die streng und gesetzmäßig, oft mit einem gleichmäßigen Bau und mit erkennbaren Leitlinie ausgestattet sind. Charakteristisch für Epochen mit klassischer oder klassizistischer Prägung. (Musik: 18. u. 19. Jh- Sonatensatz, Fuge-Renaissance-Architektur) In der Literatur tritt die geschlossene Form gemeinsam mit einer gehobenen und typisierten Sprache auf. Es besteht eine einheitliche Thematik und durch wenige Hauptgestalten bleibt das Kunstwerk übersichtlich und zudem mit einen geschlossenen abschließenden Handlung versehen. 

GEDICHTE-LIED: Rilke, Morgenstern, Schlegel usw. (9)


Offene Form: Ein Begriff der Poetik für literarische Werke ................


Offene Form: Ein Begriff der Poetik für literarische Werke die entgegen der geschlossenen Form keinen strengen und gesetzmäßigen Aufbau besitzen.

Kunstwerke mit offener Form sind vor allem in Epochen und Stilrichtungen vorhanden die im Gegensatz zu klassischer und normativer Literatur stehen wie z.b. im Sturm und Drang oder im Expressionismus. Oft werden in der offenen Form Gedanken oder Assoziationen locker ohne ordnende oder hierarchische Strukturen geäußert. (Parataxe)  Auch unvollendete Sätze und ein freies ungebundenes äußern von Gedanken sind für die offene Form kennzeichnend. Kapitel oder Teile sind nicht so streng in Anfang und Ende eingeordnet wie in der geschlossenen Form.