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2017-11-12

Hymne: Die Hymnen der neueren Zeit lösen..............


Hymne- griech. Gesang, Lied

Ist ein Lob oder Preisgesang der in allen Kulturkreisen entwickelt wurde. Bereits in der sumerisch-akkadischen Zeit im 3. bzw. 2. Jahrtausenden war die Hymne in Ägypten bekannt. (Sonnenhymnus oder Hymnus auf Echnaton) Auch die Psalmen des alten Testaments sind in der Form des Hymnus ausgeführt. Im antiken Griechenland hatte die Hymne eine besondere Bedeutung und wurden dort bei Götterfesten oder bei Kultfeiern von einem einzelnen Sänger oder Chören, auch im Wechselgesang, vorgetragen. Hymnen waren Lieder zur Verehrung und zum Lobe von Göttern und Heroen. Aus dieser Zeit ist nur wenig auf unsere Zeit herüber gekommen.

Die römische Dichtung 1. Jahrhundert vor Cr. folgt wesentlich, sowohl in Form und Motiv, dem griechischen Vorbild. Der bedeutendste Dichter der römischen Hymnendichtung war Horaz.

Das Christentum schöpfte aus verschiedenen früheren Quellen und schuf den Lobgesang der schon als Psalmen in der frühen Gemeinden des Christentums bekannt war. Seit dem 4. Jahrhundert wurde in der lateinische Liturgie der Hymnus als religiöses rhythmisches Strophenlied ausgeführt.

Die römische Kirche führte den Hymnus erst im 13. Jahrhundert in ihre Liturgie ein. Bedeutende Hymnendichter waren z.b. Isidor von Sevilla oder Venantius Fortunatus in Gallien.

Die Hymnen der neueren Zeit lösen sich aus der Liturgie und wenden sich an das traditionell Überlieferte aus der Antike zu. Im Pietismus  erfuhr die Hymne eine Neubelebung und Klopstock entwickelte im 18. Jahrhundert eine neue Form der Hymne die sich seit dieser Zeit nicht mehr eindeutig von der Ode unterscheiden läßt. Klopstock führte den freien Rhythmus in die deutsche Literatur ein und die Motive seiner Hymnen beinhalten zumeist Themen aus dem Bereich Religon, Vaterland und Freundschaft. 

Der Höhepunkt der Hymnendichtung wurde im Sturm und Drang erreicht. Goethe (An Schwager Kronos, Ganymed,) Schiller, (An die Freude) und Herder schufen bedeutende Hymnen die in der deutschen Literatur einen festen Platz haben. Die Romantik brachte nur weniges Bedeutendes auf dem Gebiet der Hymne hervor. (Novalis: Hymnen an die Nacht) Hölderlin pflegt die Hymnendichtung intensiv und seine frühen Hymnen befassen sich mit der Thematik Schönheit oder der Unsterblichkeit. ( Patmos, Der Rhein, Friedensfeier)

Hölderlins Hymnen beeinflussen später S. George und seinen Kreis der "Jünger". Die Expressionisten Däubler, Werfel u.a. schreiben Hymnen die unter den Einfluß Nietsches stehen. Auch in der Gegenwart spielt die Hymnendichtung noch eine gewisse Rolle hat aber bei weitem nicht mehr die Bedeutung früherer Jahrhunderte. 


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