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2017-11-03

Mundartdichtung: die in einer bestimmten Mundart verfassten ..............


Unter Mundartdichtung versteht man die in einer bestimmten Mundart verfassten Dichtungen. (Dialekt-regional) Sie umfasst alle überlieferten Gattungen in ihrer Gesamtheit wie z.b. Sage, Märchen, Anekdote und Lyrik. Grenzfälle sind Dichtungen die hochsprachlich verfasst sind aber Elemente der Mundartdichtung enthalten wie z.b. Romane, die zur Charakterisierung des örtlichen Milieus sich des Dialekts bedienen. 

Erst mit Luther war es möglich, durch Übersetzung der Bibel ins neuhocheutsche, beide Dichtungsarten zu unterscheiden. Bedeutung erreichte die Mundartdichtung jedoch erst in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts als zahlreiche Autoren Dichtungen in Mundart verfassten. In der deutschen Romantik, mit ihrer Rückbesinnung auf die Volksdichtung sind zahlreiche mundartliche Dichtungen bekannt.  Im Theater waren es vor allem F. Raimund und J. N. Nestroy die mit ihren Volksstücken wichtige Impulse setzten. Wichtige Autoren des 19. Jahrhunderts waren die Deutschen P. Hebel und F. Reuter der den mecklenburgischen Dialekt pflegte.

Im Naturalismus wurde die Mundartdichtung, z.b. G.Hauptmann- "Die Waber" zum Programm. In neuerer Zeit wird die Dichtungsart etwa seit 1970 wieder verstärkt eingesetzt. (Ohnesorg-Theater)



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