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2017-11-03

Petrarkismus- Francesco Petrarca (L)


Francesco Petrarca war ein italienischer Dichter und lebte von 1304 bis 1374. Er gilt
als einer der größten italienischen Dichter. Sein berühmtestes Werk ist der Gedichtzyklus "Canzoniere" der 366 Gedichte enthält von denen 317 Sonette sind. Petrarca wollte die Antike wiederbeleben und sein dichterisches Vorbild war der römische Politiker, Schriftsteller und Philosoph Cicero. In seinen Gedichtzyklus besingt er die makellose und ewig anhaltende Liebe zu Laura. Möglicherweise begnete er die 16 jährige Laura de Noves die er dann zeitlebens verehrte.



Petrarkismus ist eine Stilrichtung des 14. bis 17.Jh die indirekt auf Petrarca zurückgreift. Motive, Form der Dichtung und Stil Petrarcas werden übernommen und es entwickelt sich daraus eine feste Schematik. Immer wieder kehrendes Motiv ist die sich auflehnende Geliebte und der sich nach ihr sehnende Liebhaber. Sehnsucht, Liebesschmerz und die Huldigung der Frauen sind weitere Motive. Immer gleiche Formulierungen, rhetorische Floskeln und Redewendungen führten dazu das der Petrarkismus erstarrte und das wohlklingende Gedicht mehr zählt als darzustellende Gedanken und Gefühle.

In Deutschland waren u.a. die Barockdichter Martin Opitz und Paul Flemming die Hauptvertreter des Petrarkismus. Schon bald setzte eine Gegenbewegung ein die sich der Parodie und Satire bediente.

Bild oben: Francesco Petrarca nach einem Fresco von Andrea del Castagno



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