> Gedichte und Zitate für alle: S. George: Der Stern des Bundes- Inhalt, Bedeutung und Interpretation

2017-11-13

S. George: Der Stern des Bundes- Inhalt, Bedeutung und Interpretation






Der Gedichtzyklus erschien 1914. Das Werk besteht aus 100 Gedichte und ist das einheitlichste Werk des Dichters. Allerdings ist es auch das Werk, das inhaltlich mehr als fragwürdig ist da viele Texte ein irrationales Weltbild vermitteln wollen.

Die Sammlung ist in 3 Bücher gegliedert die jeweils aus 30 Gedichten besteht. Außerdem enthält der Zyklus einen Eingang der aus 9 Vierzeilern besteht sowie einen Schlußchor. Der Eingang feiert einen Gott den George in seiner Sammlung "Der siebente Ring" noch Maximin (Georg Kronberger der mit 16 Jahren starb) nennt, der nun aber namenlos auftritt.


Im ersten Buch wird vor allem Zeitkritik geübt während im zweiten Buch das Verhältnis von Ich und Gott untersucht wird. Im dritten Buch wird der Bund der George-Jünger ermahnt.

Der Zyklus besteht zum größten Teil aus spruchhafter Dichtung die meist reimlos ist. Der Ton ist feierlich gehoben und der Seher tritt in einer, keinen Widerspruch duldenden Sprache auf. In der Vorrede spricht der Dichter davon das die Sammlung Geheimbuch hätte bleiben können was der Anlage des ersten Buches widerspricht. Die Begrenzung Georges auf einen elitären Kreis von "Jüngern" ist soweit unsinnig da Zeitkritik nur sinnvoll ist, wenn sie einen großen Kreis von Lesern erreicht.

Die Verkündigung neuer Werte die keine Kritik dulden bzw. denen nicht widersprochen werden darf, die nur schwer zu interpretierenden Texte, machen es später den Nazis leicht die Sammlung für sich zu instrumentalisieren. Schon der Zweifel an den als unabdingbar dargestellten Ideale, bedeuten Sünde und Verfehlung. Die Erneuerung der Welt mit den postulierten neuen Werten, die mit der Zerstörung aller derer Werte, die sich außerhalb dieser Ideale befinden, ist die logische Konsequenz der Sammlung. Der neue Gott, so George, bringt die Einheit der Welt, was immer der Dichter darunter verstehen mag, zurück. Alles was dieser angeblichen Einheit im Wege steht ist somit zu verwerfen.

Die Sammlung ist nur noch literaturhistorisch von Interesse und kann als ein vergeblicher Versuch gewertet werden mit Hilfe der Lyrik Zeitprobleme zu lösen.




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