> Gedichte und Zitate für alle: Tagelied: aus der mittelhochdeutschen Lyrik................

2017-12-03

Tagelied: aus der mittelhochdeutschen Lyrik................


Von Dietmar von Aist etwa 1170 übernommene Liedgattung aus der mittelhochdeutschen Lyrik. Geschildert wird der Abschied eines Ritters von seiner Dame nach einer durchlebten Liebesnacht. Meist wird das Tagelied in 3 Strophen gedichtet. In der ersten Strophe wird geschildert wie die Geliebte am Morgen erwacht. Eine Variante des Tageslied ist das Wächterlied wo ein Wächter den Ritter zum Aufbruch auffordert. Die folgenden Strophen sind oft ein Wechsel der Rede des Paares und beinhaltet die Klage der beiden wegen der bevorstehenden Trennung. Als Verabschiedung gewährt die Frau ihren Geliebten eine nochmalige Hingabe. Zwar steht das Tagelied zum Gegensatz zur Minne aber hatte doch eine weite Verbreitung. Bekannte Dichter dieser Liedform waren W.v.Eschenbach, W.v.d.Vogelweide oder O.v.Wolkenstein. Eine weitere Variante kannte das Spätmittelalter als das geistliche Tagelied aufkam. Das Lied hat hier die Aufgabe die Gemeinde zu mahnen. 


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