> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Karl Lappe: Ergebung (8)

2019-01-26

Gedichte von Karl Lappe: Ergebung (8)




Ergebung

Schweigend, Schicksal, ehr' ich dein Gebot.
Nimm den Kranz, den ich in sel' gen Stunden
Um den jugendlichen Schlaf gewunden,
Nimm ihn hin und gibt ihm kalt den Tod!
Einmahl noch ein heitres Abendroth,
Und dann sey der schöne Tag verschwunden!

Er war schön. Ich hing mein Herz an ihn,
Freute sein mich, trug von seinem Lichte
Strahlen auf dem Jünglingsangesichte,
Wie in Sonnenglanze Rosen glühn.
Sorgsam hieß ich jede Ahnung fliehn,
Daß ein Sturm mir meinen Lenz vernichte.

Es ist aus. Ich wende mein Blick,
Andre Loose sind für mich gefallen.
Schweigend hör' ich die Entscheidung hallen,
Und auch diese Loose deuten Glück.
Dennoch oft wird noch mein Geist zurück

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