> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte August Herrmann Niemayer: Für den König (16)

2019-02-17

Gedichte August Herrmann Niemayer: Für den König (16)




Für den König

Der König rüstet sich zur Schlacht,
Ins Feld ist er gezogen;
Hat er die Freyheit wiederbracht,
Erscheint der Friedensbogen.
Es brach sein Herz
Des Volkes Schmerz;
Vom Joch uns zu befreyen,
Folgt ihm die Schaar der Treuen.

Vernimm, oh Herr, des Landes Flehn!
Wir segnen ihn und beben.
Gefahr, gesehn und ungesehn,
Umschwebt sein kostbar Leben.
Die blut' ge Bahn
Zeucht er voran;
Zu wehren dem Verderben,
Ist er bereit zu sterben.

Walt' über ihm mit deinem Schutz,
Laß deinen Schild ihn decken,
So darf des Feindes wilder Trutz
Und keine Macht in schrecken.
Er haßt den Krieg;
Er sucht den Sieg,
Daß endlich Deine Erde
Der Ruhe Wohnsitz werde.

Wenn dann einst der Gesalbten Haupt,
Kehrt er vom Kampfe wieder,
Der Lorbeer und der Psalm' umlaubt,
Sinkt er anbetend nieder,
Dein treuer Sohn,
An deinem Thron,
Und Jubellieder schallen
In den bekränzten Hallen.

Dann wird das Land, dein Eigenthum,
Allmächt' ger dich erkennen,
In jeder Brust zu deinem Ruhm
Die Opferflamme brennen.
Er, unser Glück,
Er kehrt zurück;
Wir flehten nicht vergebens
Zum Schutzgott seines Lebens.

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