> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Friedrich von Pechlin: Der Funke (3)

2019-03-24

Gedichte von Friedrich von Pechlin: Der Funke (3)



Der Funke

Wo Tod und Leben schlummern noch beisammen,
Da ruht der König welchen wir begrüßen,
Es weilt die Ruhe zu des Herrschers Füßen,
Der König schläft in ungebornen Flammen.

Doch er erwacht und greift nach seiner Krone,
Den Purpur hat er angethan, und Blitze
Entstrahlen seinem königlichen Sitze
Dem größten, mächtigsten der Erdenthrone.

Ob sich in Geistern seine Macht entzündet,
Ob sie das Kleid des Irdischen ergriffen
Im Funken ist das Herrscherschwert geschliffen
Im Funken ist der Flamme Reich gegründet.

Die Nacht verschlingen seiner freien Fluthen,
Die Erde bebt wenn seine Tuba kündet
Dass er die Kräfte seines Reichs entbindet,
Den Himmel färben seiner Fahne Gluthen.

Und wer als er entflammet den Gedanken,
Der bald die Zeit ergreifet und erleuchtet,
Umballt mit Blut mit Thränen sie befeuchtet,
Dem Funken gleich ein Herrscher ohne Schranken?



Keine Kommentare: