> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Friedrich von Pechlin: Die Genesung (5)

2019-03-24

Gedichte von Friedrich von Pechlin: Die Genesung (5)




Die Genesung

Das Fieber tobt: es zehren seine Gluthen
An einer theuren, vielgeprüften Seele,
Daß sich im Todesgraun der Glaube stähle,
Der sie getragen auf des Lebens Fluthen.

O wie die Herzen ihrer Lieben bluten,
Daß sich der Tod dies Opferlamm erwähle,
So steckenlos, so fromm und ohne Fehle,
So feind dem Bösen und auch stark in Guten.

Doch die bewährt im schwersten Kampf erfunden,
Für Gott verzichtet jedem andern Lieben,
Sie ist zurückgeschenkt, sie soll gesunden.

Seht ihr um ihrer Schläfen hellres Glänzen?
Es ist vom Reich des Lichtes ihr geblieben,
Als gläubig sie betrat des Himmels Gränzen.

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