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2019-03-18

Gedichte von Harro Harring: Der Stern der Liebe (3)




Der Stern der Liebe

Im Dunkel des Lebens, da leuchtet ein Stern;
Der einsame Jüngling, er sieht es so gern,
Wenn er strahlt in die offene Seele.
Die Liebe sie ist es, voll heiliger Macht,
Die himmlischen Blickes dem Jünglinge lacht,
Der irret auf dornigem Pfade.

Das Leben erscheint ihm so öde und leer;
Die Liebe sie macht es so wonnig, so hehr-
Umwandelt zum Himmel die Erde!
Und der, den sie bindet mit mächtigem Band;
Er findet den Weg in das winkende Land
Der glaubenden, hoffenden Seelen.

Im wandelt ein Engel zur Seite, getreu.
Die Brust, so da liebet, stets bleibet sie frey
Von irdischen, sündigen Trieben.
Die Liebe, sie kettet ans Gute so fest,
Und nimmer von Gott und vom Heiligen läßt
Das Herz, dem die Liebe geblieben!

Und selig zu preisen ist jegliche Brust,
Die da lebt in der Liebe unnennbarer Lust;
Die das Wesen, das Eine gefunden!
Und ob ich je liebte-und ob ich auch nicht:
Ich weiß, daß die Liebe nie wanket und bricht,
Wenn rein sie die Seele umwunden.

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