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2019-03-20

Gedichte von Johann Andreas Cramer: Ach, zürne nicht (2)





Ach, zürne nicht

Ach, zürne nicht,
Und dein Gericht
Verschone, Gott, mich Armen!
Denn zürnest du:
Wo finde ich Ruh,
Wo Mitleid, wo Erbarmen?

Ich bin so matt,
Und niemand hat
Vermögen, mich zu heilen.
Vor deinem Dräun
Bebt mein Gebein;
Du wollest, Gott, mich heilen!

Du dräuest mir.
Wie ist vor dir,
Herr, meine Seele bange!
Wie lange soll
Ich schreckenvoll
Um Gnade flehn? Wie lange!

O Heil der Welt,
Mein Glaube hält
Dich, und will dich nicht hassen!
Gott liebet dich;
Wie kann er mich,

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