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2019-03-20

Gedichte von Johann Andreas Cramer: Ein Fels ist Gott, und Gottes Arm (3)





Ein Fels ist Gott, und Gottes Arm

Ein Fels ist Gott, und Gottes Arm
Der Schutz und Trotz des Frommen!
Es dräu' ihn aller Frevler Schwarm,
Es sorgt nicht umzukommen.
Gott nimmt sein sich an;
Steil ist zwar die Bahn,
Die er wandeln soll:
Doch geht er ruhevoll
Die Wege des Gesetzes.

Gott, der in ihm den Willen schafft,
Zu üben gute Werke,
Giebt seiner Schwachheit Muth und Kraft,
Giebt zur Vollendung Stärke.
Stärken wird er ihn,
Ihn der Noth entziehn;
Fallen soll er nicht;
Bestehen im Gericht
Und dann gekrönet werden.

Dünkt eine Trübsal ihm zu schwer;
Er denket: Gott versuchet,
Gott, groß von Macht, der mich nicht mehr
Als ich vermag, versuchet!
Stark durch seine Kraft,
Welche Welten schafft,
Welten unterstützt,
Kann ich, wenn er mich schützt,
Der größten Stürme lachen.

Hör ich sein Wort nicht: Laß nur die
In meiner Gnade gnügen;
Gesichert und gestärkt von mir
Soll mein Geliebter siegen?
Hilf, o Macht des Herrn!
Ich, dein Kind, will gern
Unterstützt von dir,
Den Weg des Rechtes hier,

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